NFL Woche 1 2026: alle Ergebnisse, Bears gewinnen 59:37 in Carolina

Woche 1 ist komplett. Die Bears gewinnen 59:37 in Carolina — laut AP der punktreichste Saisonauftakt der NFL-Geschichte. Zum Abschluss gewinnt Kansas City 31:10 gegen Denver. A.J. Brown fällt den Patriots voraussichtlich sechs Wochen aus, Kyler Murray erlitt eine Gehirnerschütterung. Hier stehen alle 16 Ergebnisse, alle Ausfälle und die Fantasy-Bilanz der Woche.

Stand: 15.09.2026, 19:45 Uhr. Alle 16 Partien der Woche 1 sind ausgewertet.
Nachtrag vom 15.09.2026, 19:45 Uhr: Unser eigener Box Score zu Broncos – Chiefs liegt jetzt vor. Die Zahlen stimmen mit den ESPN-Werten überein, die wir am Mittag für das Nachtspiel verwendet hatten — geändert hat sich dadurch nichts.

Woche 1 hat einen Rekord geliefert, einen Overtime-Krimi und zwei Verletzungen, die Fantasy-Kader durcheinanderbringen. Alle Spielstände und Einzelwerte stehen in unserem Spielplan der Woche 1, jede Zeile dort führt auf den vollständigen Box Score.

Die Ergebnisse

Das Spiel der Woche: Bears gewinnen 59:37 in Carolina

Die Chicago Bears gewinnen 59:37 bei den Carolina Panthers — 96 Punkte zusammen. Laut AP ist das der punktreichste Saisonauftakt der NFL-Geschichte; der bisherige Bestwert lag bei 88 Punkten aus dem Jahr 2018. Für Chicago ist es nach AP der Franchise-Rekord für einen Auftakt (bisher 45 Punkte, 1948), für Carolina die höchste je kassierte Punktzahl.

Getragen hat das Spiel Caleb Williams: 269 Yards und zwei Touchdowns durch die Luft, dazu 65 Yards und zwei Touchdowns am Boden. Laut NFL.com ist er der erste Bears-Spieler überhaupt mit dieser Kombination in einem Spiel. Daneben liefen D'Andre Swift (124 Yards, drei Touchdowns) und Kyle Monangai (100 Yards, ein Touchdown) jeweils über 100 Yards. Auf der Gegenseite warf Bryce Young 361 Yards und drei Touchdowns — und verlor trotzdem deutlich. Alle Werte im Box Score Bears – Panthers.

Der Overtime-Krimi: Detroit gewinnt 31:30 gegen New Orleans

Das einzige Spiel der Woche, das über die reguläre Zeit hinausging — und das mit den größten Einzelleistungen. Jahmyr Gibbs lief für Detroit ein Karrierehoch von 29 Versuchen für 156 Yards und zwei Touchdowns. Auf der Verliererseite standen gleich zwei Wochenbestwerte: Tyler Shough warf mit 410 Yards die meisten Passing-Yards der gesamten Woche 1 (dazu drei Touchdowns und zwei Interceptions), und Chris Olave fing zehn Bälle für 182 Yards — ebenfalls der höchste Receiving-Wert der Woche. Beide Zahlen stammen aus der ESPN-Saisonstatistik. New Orleans lag zwischenzeitlich 0:21 hinten und war am Ende einen Punkt vom Sieg entfernt — die Zwei-Punkte-Konversion in der Verlängerung scheiterte. Details im Box Score Saints – Lions.

Die übrigen Partien, jeweils mit Sieger zuerst

ErgebnisWann und woBox Score
Seattle 13:10 gegen New EnglandEröffnungsspiel, DonnerstagPatriots – Seahawks
San Francisco 27:7 bei den Los Angeles RamsMelbourne Game, Freitagfrüh49ers – Rams
Pittsburgh 20:13 gegen AtlantaSonntagFalcons – Steelers
Baltimore 41:23 bei IndianapolisSonntagRavens – Colts
Buffalo 36:31 bei HoustonSonntagBills – Texans
Jacksonville 34:10 gegen ClevelandSonntagBrowns – Jaguars
New York Jets 23:10 bei TennesseeSonntagJets – Titans
Cincinnati 33:27 gegen Tampa BaySonntagBuccaneers – Bengals
Arizona 26:14 bei den Los Angeles ChargersSonntag, spätes FensterCardinals – Chargers
Minnesota 39:22 gegen Green BaySonntag, spätes FensterPackers – Vikings
Las Vegas 27:13 gegen MiamiSonntag, spätes FensterDolphins – Raiders
Philadelphia 24:22 gegen WashingtonSonntag, spätes FensterCommanders – Eagles

Zwei davon verdienen einen Satz: Minnesota lag im dritten Viertel 10:22 hinten und machte danach 29 Punkte am Stück — mit dem Ersatzmann, weil Kyler Murray früh ausfiel. Und Arizona gewann als Außenseiter zweistellig in Los Angeles; laut NBC Sports der größte Überraschungssieg der Woche.

Das Nachtspiel auf Montag: Giants schlagen Dallas 28:20

In der Nacht auf Montag haben die New York Giants 28:20 gegen die Dallas Cowboys gewonnen — ein Sieg im Debüt von Head Coach John Harbaugh.

Jaxson Dart traf 23 seiner 29 Pässe für 230 Yards und drei Touchdowns ohne Interception und lief dazu 54 Yards. Isaiah Likely fing acht Bälle für 78 Yards und zwei Touchdowns, Cam Skattebo lief 81 Yards und einen Touchdown. Bei Dallas kam Dak Prescott auf 175 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception; Javonte Williams erzielte beide Touchdowns der Cowboys, einen am Boden und einen durch die Luft. Alle Werte im Box Score Cowboys – Giants.

Cowboys-Trainer Brian Schottenheimer sagte danach (von uns aus dem Englischen übersetzt, Quellen: DallasCowboys.com und NBC Sports): „Das ist ein Geschäft, das einen demütigt. Und wir sind heute Abend gedemütigt worden.“ Und zum Spiel an der Line of Scrimmage, also dort, wo sich die beiden Reihen gegenüberstehen: „Ich fand, sie haben uns vorne ein kleines bisschen herumgeschubst.“

Das Nachtspiel auf Dienstag: Kansas City gewinnt 31:10 gegen Denver

In der Nacht auf Dienstag haben die Kansas City Chiefs 31:10 gegen die Denver Broncos gewonnen und damit Woche 1 abgeschlossen. Alle Werte im Box Score Broncos – Chiefs.

Getragen hat das Spiel Kenneth Walker III in seinem ersten Pflichtspiel für Kansas City: 23 Läufe für 173 Yards mit einem Touchdown über 60 Yards, dazu drei Fänge für 18 Yards und einen zweiten Touchdown. Laut AP sind das die meisten Lauf-Yards eines Chiefs-Spielers seit Jamaal Charles, der 2012 auf 226 Yards kam. Patrick Mahomes kehrte nach seiner Knie-Operation zurück und traf 15 seiner 27 Pässe für 184 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception; einen weiteren Touchdown lief er selbst. Den zweiten Touchdownpass fing Rashee Rice über 13 Yards.

Denver blieb bei 176 Yards Raumgewinn. Bo Nix traf 17 von 28 Pässen für 131 Yards, einen Touchdown und eine Interception. Der Touchdown ging an Evan Engram (vier Fänge, 43 Yards), dazu kam ein Field Goal — mehr war es nicht. Jaylen Waddle, im Sommer nach Denver getauscht, fing einen Ball über zwei Yards.

Wer sich verletzt hat

Sortiert nach Position. Wo keine Dauer berichtet wurde, steht das ausdrücklich da — geschätzt wird hier nichts. Den laufend gepflegten Stand findest du in unserem Injury Report.

PositionSpielerTeamVerletzungAusfalldauer
QBKyler MurrayMinnesota VikingsGehirnerschütterung, 1. Vierteloffen
QBSam DarnoldSeattle SeahawksHüfte, strukturell intaktverpasst wohl Woche 2
RBDylan SampsonCleveland BrownsKnie oder Knöchel — Angaben widersprechen sichoffen
WRA.J. BrownNew England Patriotshohe Knöchelverstauchung, Injured Reservevoraussichtlich 6 Wochen
WRZay FlowersBaltimore RavensOberschenkelrückseite, alte Verletzungfraglich für Woche 2
WRJa'Kobi LaneBaltimore RavensHandgelenksbruchmehrere Wochen
WRDe'Zhaun StriblingSan Francisco 49ersKnöchelmindestens ein Monat
WRLadd McConkeyLos Angeles ChargersBrust, 3. Vierteloffen
WROmar Cooper Jr.New York JetsKnöchel, Röntgen negativoffen, MRT angesetzt
TEBrock BowersLas Vegas RaidersMeniskus-Eingriff am Knieein bis zwei Spiele
TEChig OkonkwoWashington CommandersOberschenkeloffen
SMinkah FitzpatrickNew York JetsLeistenzerrungoffen
SMalik HookerDallas CowboysUnterarmbruch, per Röntgen bestätigtoffen
LBDeMarvion OvershownDallas CowboysOberschenkelrückseiteoffen
CBT.J. TampaBaltimore RavensKnie, 1. Halbzeitoffen
CBMansoor DelaneKansas City ChiefsSchulter, 1. Vierteloffen

Drei davon brauchen einen Satz mehr:

A.J. Brown ist der schwerste Fantasy-Ausfall der Woche. Die Injured Reserve ist die Verletztenliste — wer dort steht, muss mindestens vier Spiele aussetzen. Die Patriots selbst sagen nichts, Ian Rapoport berichtet voraussichtlich sechs Wochen, nach unserer Rechnung also zwei mehr, als die Liste verlangt. Mehr in unserer Meldung zu Brown und Darnold.

Zay Flowers kam auf fünf Fänge, 150 Yards und einen Touchdown — 26,0 Punkte in einer Halbzeit, ehe er nicht mehr zurückkam. Es ist die Verschlimmerung einer alten Verletzung.

Dylan Sampson war der zweite Runningback hinter Quinshon Judkins und zusätzlich Kickoff-Returner. Ob Knie oder Knöchel, ist offen: Die Browns nennen das Knie, NFL.com den Knöchel. Wir schreiben beides hin, statt uns für eine Version zu entscheiden. Zu Stribling haben wir eine eigene Meldung, zu Bowers ebenfalls.

Neu dazugekommen ist Mansoor Delane, der sechste Pick des Drafts: Der Cornerback der Chiefs fing im ersten Viertel eine Interception und verließ danach mit einer Schulterverletzung das Feld. Head Coach Andy Reid sagte anschließend nur, man werde sehen, wohin das führe — eine Ausfalldauer nennt bislang niemand. Ebenfalls in diesem Spiel verletzt hat sich Chiefs-Linebacker Cooper McDonald (Knie, in den Special Teams), auch hier ohne Angabe zur Dauer.

Schon vor Woche 1 ausgefallen und weiterhin relevant: Myles Garrett fehlt den Rams nach der Knie-OP mindestens vier Spiele, Alvin Kamara (New Orleans) laboriert an einer Innenbandzerrung im Knie, und Tua Tagovailoa (Atlanta) verpasste den Auftakt mit einer Verletzung der schrägen Bauchmuskulatur — Cooper Rush vertrat ihn.

Überraschungen

Positive Überraschungen: Minnesota, Jacksonville und Arizona

Minnesota hat 39:22 gegen Green Bay gewonnen, obwohl die Vikings laut NFL.com um mehr als 150 Yards unterlegen waren — und obwohl der Startquarterback nach wenigen Minuten ausfiel. Auffällig dabei: eine Blitz-Quote von 78,3 Prozent unter Coordinator Brian Flores (NFL.com) — beim Blitz schickt die Defense mehr Spieler auf den Quarterback, als sie normalerweise angreifen lässt.

Jacksonville hat Cleveland 34:10 abgefertigt und dabei 24 Punkte allein in der ersten Halbzeit erzielt. Trevor Lawrence traf 18 von 23 Pässen für 245 Yards und vier Touchdowns ohne Interception — die meisten Touchdownpässe der Woche, aus den wenigsten Versuchen.

Arizona hat 26:14 bei den Chargers gewonnen — laut NBC Sports der größte Außenseitersieg der Woche.

Negative Überraschungen: Carolina, Tennessee, Cleveland, Atlanta und Denver

Carolina hat mit 59 Gegenpunkten die höchste Zahl der Franchise-Geschichte kassiert und 552 Yards zugelassen. Dass Bryce Young dabei 361 Yards warf, macht es nicht besser — es zeigt, wie wenig die Defense dagegenhalten konnte.

Tennessee kam beim 10:23 gegen die Jets offensiv nicht in Gang. Es war das Debüt von Head Coach Robert Saleh. Cleveland verlor 10:34 und lag zur Halbzeit 0:24 hinten; Deshaun Watson kam nach unserem Eindruck mit dem Tempo sichtbar nicht zurecht. Und Atlanta brachte mit Cooper Rush nur 143 Passing-Yards bei zwei Interceptions zustande — Drake London und Kyle Pitts blieben beide blass.

Denver kam beim 10:31 in Kansas City auf ganze 176 Yards Raumgewinn — nach unserem Vergleich der schwächste Offensivwert der Woche. Dass der im Sommer geholte Jaylen Waddle dabei auf einen einzigen Fang über zwei Yards kam, passt ins Bild.

Die Rookies

Aus dem 2026er Draft-Jahrgang sind aufgefallen:

  • Josiah Trotter (LB, Tampa Bay) — das auffälligste Debüt der Woche: elf Tackles, ein Sack und eine Interception gegen Joe Burrow, die er über 38 Yards zum Touchdown zurücktrug. Laut ESPN-Reporterin Jenna Laine ist er der erste Rookie mit Sack und Pick-Six im ersten Spiel, seit Sacks 1982 offiziell gezählt werden. Gereicht hat es nicht — Tampa Bay verlor 27:33. Ein Pick-Six ist eine gefangene Interception, die direkt in die Endzone getragen wird.
  • Kenyon Sadiq (TE, New York Jets) — Touchdown per End-Around im Debüt, dazu drei Fänge für 21 Yards. Beim End-Around läuft ein Receiver oder Tight End hinter dem Quarterback quer durchs Feld und bekommt den Ball in der Bewegung. Laut NFL.com ist Sadiq erst der zweite Tight-End-Rookie mit einem Lauf-Touchdown im NFL-Debüt seit Ozzie Newsome.
  • David Bailey (Edge, New York Jets) — sechs Pressures und ein Sack gegen Tennessees Quarterback Cam Ward. Ein Pressure ist ein Druckmoment, der den Quarterback zur Eile zwingt, ohne dass er zu Boden geht.
  • Mansoor Delane (CB, Kansas City) — Interception auf Denvers erstem Angriffszug, danach mit Schulterverletzung raus.
  • Jeremiyah Love (RB, Arizona) — Touchdown im Auftaktdrive, danach allerdings nur noch wenig Raum.
  • Ja'Kobi Lane (WR, Baltimore Ravens) — ein Fang über elf Yards, bevor ihn der Handgelenksbruch stoppte.
  • Carnell Tate (WR, Tennessee) — vier Fänge für 38 Yards, damit teamführend bei einem Angriff, der sonst wenig zustande brachte.
  • Sonny Styles (DL, Washington) — zwei Tackles für Raumverlust, darunter ein Sack gegen Jalen Hurts.

Und der Erstgedraftete? Fernando Mendoza stand bei den Raiders keinen einzigen Spielzug auf dem Feld — in unserem Box Score taucht er nicht auf. Kirk Cousins startete und gewann 27:13.

Die besten PPR-Punkte der Woche 1 — alle 16 Partien gewertet

Gemessen an den PPR-Punkten aus unserer eigenen Auswertung.

PositionSpielerLeistungPPR
QuarterbackCaleb Williams (Chicago)269 Pass-Yds, 2 TD · 65 Lauf-Yds, 2 TD37,3
Running BackDerrick Henry (Baltimore)24 Läufe, 144 Yds, 3 TD · 1 Fang, 19 Yds35,3
Wide ReceiverJalen Coker (Carolina)8 Fänge, 138 Yds, 2 TD33,8
Tight EndIsaiah Likely (New York Giants)8 Fänge, 78 Yds, 2 TD27,8
KickerEvan McPherson (Cincinnati)4/4 Field Goals, 3/3 Extrapunkte19,0

An dieser Tabelle ändert das Nachtspiel in Kansas City nichts: Kenneth Walker III kommt auf 34,1 Punkte und bleibt damit hinter Derrick Henry. In der Rangfolge dahinter steht er allerdings weit oben.

Knapp hinter Williams: Josh Allen (35,7). Dahinter Kenneth Walker III (34,1), Jahmyr Gibbs (33,6), Christian Watson (32,7), Ashton Jeanty (32,7) und D'Andre Swift (32,4). Bei den Tight Ends folgt Trey McBride (Arizona) mit 24,5 auf Likely, dahinter Dallas Goedert (Philadelphia) mit 23,7.

Nach reinen Yards sieht die Rangfolge anders aus: Die meisten Passing-Yards hatte Tyler Shough (410), die meisten Receiving-Yards Chris Olave (182), die meisten Lauf-Yards Kenneth Walker III (173) vor Jahmyr Gibbs (156).

In der Defense war T.J. Watt der Spielentscheider: zwei Sacks und eine Interception, die er über 35 Yards zum Touchdown zurücktrug — das war der Unterschied beim 20:13 der Steelers. Die stärkste Team-Defense stellte Cincinnati mit vier Sacks, vier eroberten Fumbles und einem eigenen Touchdown durch Demetrius Knight Jr. Mehr davon in unseren Statistik-Bestenlisten.

Derrick Henry hat mit seinen drei Touchdowns zudem laut CBS Sports Marcus Allen überholt und steht nun bei 124 Lauf-Touchdowns auf Platz drei der ewigen Liste.

Fantasy: wer geliefert hat — und wer nicht

Die ADP-Werte stammen aus den Mock Drafts des Fantasy Football Calculator (PPR, 12 Teams, 6. bis 13. September). ADP steht für Average Draft Position — die durchschnittliche Position, an der ein Spieler gezogen wurde. Je kleiner die Zahl, desto teurer war er.

Geliefert haben zwei laufstarke Quarterbacks

Caleb Williams (37,3) und Josh Allen (35,7) kamen jeweils auf zwei Pass- und zwei Lauf-Touchdowns. Wer einen von beiden aufgestellt hatte, hat die Woche vermutlich gewonnen.

Bei den Runningbacks haben die teuren Picks gehalten: Jahmyr Gibbs (ADP 1,5) kam auf 33,6, Bijan Robinson (2,2) auf 31,3 — und das bei einer Niederlage seiner Falcons. Derrick Henry (15,2) führt mit 35,3, Ashton Jeanty (20,6) steht bei 32,7. Jeanty ist der interessanteste Fall: Ein guter Teil seiner Punkte kam aus dem Passspiel — sechs Fänge, 45 Yards, zwei Touchdowns. In PPR-Ligen, wo jeder Fang zählt, ist er damit mehr wert, als viele beim Draft gedacht haben.

Dazu kommt Kenneth Walker III, der im Nachtspiel 34,1 Punkte gemacht hat und damit hinter Henry der zweitbeste Runningback der Woche ist: 23 Läufe für 173 Yards, drei Fänge, zwei Touchdowns. Wer ihn nach dem Wechsel nach Kansas City hat liegen lassen, weil die Rolle unklar schien, hat die erste Antwort.

Den besten Gegenwert lieferte D'Andre Swift: ADP 42,9, also frühestens vierte Runde — und mit 32,4 Punkten trotzdem unter den besten Runningbacks der Woche.

Bei den Receivern stehen mit Jalen Coker (33,8) und Christian Watson (32,7) zwei Namen oben, die in den meisten Drafts spät oder gar nicht gezogen wurden. Justin Jefferson (31,2) war der stärkste Receiver, der tatsächlich früh gedraftet wurde. Chris Olave hatte mit 182 Yards zwar die meisten Yards der Woche, ohne Touchdown ergibt das in PPR aber 28,2 Punkte — ein gutes Beispiel dafür, dass Yards und Fantasy-Punkte zwei verschiedene Ranglisten sind.

Nicht geliefert haben drei teure Picks

Ja'Marr Chase (Cincinnati) ist die Enttäuschung der Woche: zwei Fänge bei vier Zielbällen, zwölf Yards, kein Touchdown. Das ergibt 3,2 PPR-Punkte — bei einem ADP von 3,2, also praktisch als dritter Spieler überhaupt vom Brett. Und es lag nicht am Spielverlauf: Cincinnati gewann 33:27. Tampa Bay hat ihn schlicht zugemacht. Pro Football Network nennt es seinen schwächsten Receiving-Wert seit November 2023.

Colston Loveland (Chicago) blieb bei zwei Zielbällen ohne einen einzigen Fang — ausgerechnet in dem Spiel, in dem sein Team 59 Punkte erzielte. Bei einem ADP um Platz 44 wurde er als Tight End der oberen Klasse gedraftet.

Drake London (Atlanta) kam gegen Pittsburgh kaum zum Zug. Bei einem ADP von 13,1 — also früh in der zweiten Runde — ist das ein Fehlstart, auch wenn die Ursache eher beim Quarterback lag: Cooper Rush warf 143 Yards und zwei Interceptions.

Zwei weitere teure Namen blieben unter Erwartung, ohne schlecht gespielt zu haben: Saquon Barkley lief 83 Yards, kam aber nur auf 9,0 Punkte — die Touchdowns der Eagles fingen andere. Und James Cook III stand bei 9,9, obwohl Buffalo 36 Punkte erzielte: Josh Allen machte beide Lauf-Touchdowns selbst.

Aus dem Nachtspiel kommt ein leiser Fehlstart dazu: Jaylen Waddle kam bei Denver auf einen Fang über zwei Yards. Für einen Receiver, den die Broncos im Sommer eingetauscht haben, ist das wenig — wie viel davon am Spielverlauf lag, zeigt erst Woche 2.

Vom Waiver holen — unsere Einschätzung

  • Carson Wentz (QB, Minnesota), solange Kyler Murray ausfällt. Er kam rein und warf drei Touchdowns, zwei davon an Justin Jefferson.
  • Quinshon Judkins (RB, Cleveland) — mit Dylan Sampsons Verletzung ist der zweite Runningback weg. Judkins bekommt die Last allein.
  • Kyle Monangai (RB, Chicago) — ADP 104,7, also praktisch ungedraftet: zehn Läufe für 100 Yards und ein Touchdown neben D'Andre Swift, in einem Angriff mit 59 Punkten.
  • Jalen Coker (WR, Carolina) — ADP 116,9, und er war Carolinas bester Receiver an einem Tag, an dem die Panthers 361 Yards warfen.
  • Kaelon Black (RB, San Francisco) — 14 Läufe, während Christian McCaffrey nur zehn bekam. Wer so eine Verteilung sieht, sollte hinschauen.
  • Jacory Croskey-Merritt (RB, Washington) — 16 Läufe für 63 Yards und ein Touchdown, deutlich mehr als Rachaad White.

Start oder Bank?

Justin Jefferson bleibt in der Startelf, auch ohne Kyler Murray — Carson Wentz fand ihn am Sonntag zweimal in der Endzone. Michael Mayer ist bei den Raiders nur so lange interessant, wie Brock Bowers fehlt, und den erwartet NFL.com nach ein bis zwei Spielen zurück. Und bei den Patriots ist nach dem Ausfall von A.J. Brown offen, wer seine Rolle übernimmt — das klärt sich erst im Wochenverlauf. Unsere Fantasy-Rankings und die Depth-Chart-Änderungen ziehen wir laufend nach.

Was daraus folgt

Eine Woche ist eine Woche. Chase bleibt Chase, London bleibt London — an einem einzelnen Spieltag wirft man einen Erstrundenpick nicht weg. Die Ausfälle sind das, was jetzt wirklich Entscheidungen verlangt: Bei A.J. Brown sind die erwarteten sechs Wochen zu lang zum Aussitzen, wenn dein Kader keinen tiefen Receiver-Platz hat. Bei Zay Flowers lohnt sich das Warten auf die Diagnose, bevor du handelst. Und wer Brock Bowers gedraftet hat, braucht nach unserer Einschätzung nur eine kurze Überbrückung — NFL.com spricht von ein bis zwei Spielen.

Wen es sonst noch erwischt hat, steht laufend aktualisiert in unserem Injury Report.

Fantasy-Take

Zwei laufstarke Quarterbacks haben die Woche entschieden: Caleb Williams (37,3 PPR) und Josh Allen (35,7) kamen jeweils auf zwei Pass- und zwei Lauf-Touchdowns. Im Nachtspiel zum Wochenabschluss kam Kenneth Walker III für Kansas City auf 34,1 Punkte (unsere Rechnung aus den ESPN-Zahlen) und ist damit hinter Derrick Henry der zweitbeste Runningback der Woche. Die teuerste Enttäuschung ist Ja'Marr Chase mit 3,2 Punkten bei einem ADP von 3,2. Handlungsbedarf machen aber nicht die schwachen Spiele, sondern die Ausfälle: A.J. Brown voraussichtlich sechs Wochen, Zay Flowers und Dylan Sampson mit offener Dauer. Vom Waiver lohnen sich nach unserer Einschätzung Carson Wentz, Quinshon Judkins, Kyle Monangai sowie Jalen Coker und Christian Watson.

Einzuordnen mit
  • PPR bedeutet Point Per Reception: Jeder gefangene Ball zählt einen Punkt. Deshalb stehen Spieler mit vielen Fängen dort höher als in Non-PPR-Ligen.
  • Die Injured Reserve ist die Verletztenliste der NFL. Wer dort eingetragen wird, muss mindestens vier Spiele aussetzen, darf danach aber zurückkehren.
Quellen: InsiderHuddle — Spielplan und Box Scores der Woche 1 2026 (eigene Auswertung, alle PPR-Punkte und Statlines der 14 gewerteten Spiele) · Yahoo Sports/AP — Caleb Williams and Bears trounce Panthers 59-37 in highest-scoring season opener in NFL history (Rekord, bisheriger Bestwert 88 Punkte 2018, Franchise-Rekorde) · NFL.com — 2026 NFL season, Week 1: What We Learned from Sunday's games (Caleb-Williams-Kombination, Vikings trotz Yards-Rückstand, Blitz-Quote 78,3 Prozent, Einordnung Cleveland und Tennessee) · NBC Sports/ProFootballTalk — Sunday Night Football: Jaxson Dart throws three TDs, Giants beat Cowboys 28-20 (Endstand und Statlines des Nachtspiels) · DallasCowboys.com — Brian Schottenheimer on Cowboys' season-opening loss: We got humbled (beide Zitate im englischen Original) · Yahoo Sports — Cowboys get bad news on Malik Hooker's injury, awaiting tests on DeMarvion Overshown (beide Verletzungen aus dem Nachtspiel) · MPR News — Vikings close with 29 straight points to beat rival Packers as Wentz replaces injured Murray (Gehirnerschütterung Kyler Murray, Carson Wentz als Vertretung) · NFL.com — Ravens rookie WR Ja'Kobi Lane to miss several weeks with fractured wrist (Handgelenksbruch im Debüt) · NFL.com — Raiders TE Brock Bowers undergoes knee procedure, out Week 1 (Meniskus-Eingriff, ein bis zwei Spiele) · Heavy.com — Browns lose key RB to injury early in Jaguars opener (Knieverletzung Dylan Sampson, Rolle hinter Quinshon Judkins) · CBS Sports — Derrick Henry makes NFL history during Ravens' Week 1 showdown vs. Colts (124 Lauf-Touchdowns, Platz drei der ewigen Liste, vor Marcus Allen) · Pro Football Network — What Happened to Ja'Marr Chase? Massive Struggles Week 1 (schwächster Receiving-Wert seit November 2023); ADP-Werte von Fantasy Football Calculator, PPR · ESPN — NFL Saisonstatistiken 2026, Passing und Receiving (Gegenprobe aller Statlines am 14.09.2026; Quelle für Tyler Shough 410 Passing-Yards und Chris Olave 10 Fänge/182 Yards als Wochenbestwerte) · NFL.com — Notable injuries, news from Sunday's Week 1 games (McConkey, Okonkwo, Sampson, T.J. Tampa) · Yahoo Sports — Josiah Trotter makes NFL history in debut (ESPN-Reporterin Jenna Laine zum ersten Rookie mit Sack und Pick-Six seit 1982) · NBC Sports / Pro Football Talk — Cardinals beat Chargers in NFL's biggest upset of Week 1 · NBC Sports / Pro Football Talk — Zay Flowers aggravates hamstring injury, questionable for Week 2 · Heavy.com — Aaron Glenn zu Minkah Fitzpatrick und Omar Cooper Jr. (Verletzungsstand Jets) · AP über KWCH/Click2Houston — Walker runs all over Denver, Mahomes looks healthy as Chiefs beat up Broncos 31-10 (Endstand, Scoring Summary, Walker 23 Läufe/173 Yards, Einordnung seit Jamaal Charles 2012, Denver 176 Yards) · Bleacher Report — Chiefs Beat Broncos, Box Score Stats, Highlights (Statlines beider Teams: Mahomes, Walker, Kelce, Rice, Nix, Engram, Waddle) · A to Z Sports — Andy Reid gives latest injury update on CB Mansoor Delane (Schulterverletzung ohne Dauerangabe, dazu Knieverletzung von Cooper McDonald)