Knie-OP und IR: Myles Garrett fehlt den Rams mindestens vier Spiele
Myles Garrett wird arthroskopisch am Knie operiert und auf die Injured Reserve gesetzt. Der amtierende Defensive Player of the Year fehlt den Rams damit mindestens vier Spiele — zurückkommen darf er frühestens in Woche 6 gegen Arizona. Das berichten ESPN und NFL Network.
Die Verletzung: Knie-Operation und Injured Reserve
Myles Garrett von den Los Angeles Rams lässt sein Knie arthroskopisch operieren und wird auf die Injured Reserve gesetzt. Das berichteten Adam Schefter (ESPN) und Ian Rapoport (NFL Network) am Sonntag unter Berufung auf Quellen; aufgeschrieben hat es Sarah Barshop für ESPN.
Damit verpasst er mindestens die nächsten vier Spiele. Für den Kader zurückgemeldet werden darf er laut ESPN frühestens zum Spiel in Woche 6 gegen die Arizona Cardinals.
Welches Knie betroffen ist, hat Garrett nicht gesagt. Bei mehreren Trainingseinheiten trug er eine Manschette am linken Bein.
McVay am Freitag: „Soweit ich weiß, ja“ — am Sonntag die OP
Auffällig ist, wie weit die Einschätzungen auseinanderlagen. Garrett hatte den Großteil des Trainingslagers verpasst; Head Coach Sean McVay sprach damals von einer Schwellung im Knie und gab wieder, Garrett habe ihm gesagt, er fühle sich „zu etwa 85 Prozent“ gesund.
Nach dem Saisonauftakt in Melbourne wurde McVay gefragt, ob Garrett zu hundert Prozent fit sei. Seine Antwort: „Soweit ich weiß, ja.“ Zwei Tage später stand die Operation fest.
Garrett selbst hatte da schon anders geklungen. Über seine Vorstellung bei der 7:27-Niederlage gegen die 49ers sagte er, das sei „die schlechteste Version von mir“ gewesen, die er je abgeliefert habe. Sein Knie sei nicht hundertprozentig gesund in das Spiel gegangen.
„Ich muss besser sein. Ich muss einen Weg finden, mich zu erholen und wieder der Spieler zu werden, von dem ich weiß, dass ich es sein kann — und der ich schon war.“
Auf die Frage, worauf er sich für Woche 2 konzentriere, antwortete er mit zwei Worten: gesund werden. Auf dem Feld sei er „ein wenig mehr mit sich selbst beschäftigt gewesen und damit, gesund zu bleiben, als mit dem, was der Gegner machte“. Und weiter: „Ich war nicht der, der ich für mein Team hätte sein müssen.“
Die Zahlen aus Melbourne
Die Rams verloren den Saisonauftakt in Melbourne 7:27 gegen San Francisco. Garretts Bilanz aus diesem Spiel:
- Kein einziger Tackle. Laut ESPN Research war das erst das vierte Spiel seiner Karriere ohne Tackle — und das erste seit Woche 11 der Saison 2024.
- Die Rams setzten Brock Purdy bei 7 von 36 Dropbacks unter Druck. Das sind 19 Prozent — also nicht einmal bei jedem fünften Passversuch. Laut ESPN ihr drittniedrigster Wert seit Beginn der Vorsaison.
- Garrett kam dabei laut ESPN-Tracking auf nur drei eigene Druckmomente.
- Aaron Donald, der im August zurückgeholt wurde, stand in Melbourne nicht auf dem Feld.
49ers-Left-Tackle Trent Williams sagte, er habe davon nichts gemerkt: Garrett sei „immer noch richtig schwer zu blocken“.
Was der Trade gekostet hat
Die Rams haben Garrett in dieser Offseason aus Cleveland geholt. Der Preis: Jared Verse — zweifacher Pro Bowler als Pass-Rusher — plus drei Draftpicks, darunter ein Erstrundenpick 2027, an die Cleveland Browns.
In der Vorsaison hatte Garrett für Cleveland mit 23 Sacks den Einzelsaison-Rekord aufgestellt und wurde Defensive Player of the Year. Genau dieser Spieler steht den Rams jetzt bis mindestens Mitte Oktober nicht zur Verfügung.
Wer den Pass-Rush jetzt tragen muss
Garrett steht in unserer Depth Chart als SLB auf Rang eins — in diesem Schema die Edge-Position. Auf Rang zwei und drei dahinter: DeSjuan Johnson und Keir Thomas II.
Auf der anderen Außenseite (WLB) steht Byron Young vor Josaiah Stewart. Innen bilden Kobie Turner, Aaron Donald, Poona Ford und Braden Fiske die Rotation. Die jeweils aktuelle Reihenfolge steht auf der Teamseite der Rams, Veränderungen sammeln wir auf der Seite mit den Depth-Chart-Änderungen.
Fantasy: vor allem ein IDP-Thema
- IDP-Ligen: Garrett ist dort in den meisten Formaten ein Erstrunden-Verteidiger. Vier Spiele Ausfall tun weh, sind aber kein Grund zum Abgeben — auf den IR-Platz legen, wenn die Liga einen hat.
- Rams D/ST: Wer die Rams-Defense streamt, geht die nächsten vier Wochen besser vorsichtig an. Die 19 Prozent Druckrate aus Woche 1 kamen zustande, während Garrett noch auf dem Feld stand.
Wer seine Snaps erbt, ist nominell DeSjuan Johnson — in unserer Depth Chart Rang zwei und keine Waiver-Priorität. Der einzige Spieler dieser Front mit echter Fantasy-Relevanz bleibt Byron Young, der aber schon vorher gesetzt war.
Wann Garrett zurückkommen kann
Frühestens in Woche 6 gegen die Arizona Cardinals — bei uns am Sonntag, 18. Oktober, um 22:05 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, in Deutschland bei RTL, Sky oder RTL+. Das ist die frühestmögliche Rückkehr, kein Termin: Ob er dann wirklich spielt, hat niemand gesagt.
Davor steht für die Rams in Woche 2 das Heimspiel gegen die New York Giants an — bei uns in der Nacht auf Dienstag, 22. September, um 2:15 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, frei empfangbar bei RTL und zusätzlich bei Sky Sport. Alle Spiele der Woche mit Uhrzeit und Sender stehen auf der Wochenübersicht.
Das ist in erster Linie eine IDP-Meldung. Garrett geht in den meisten IDP-Formaten in der ersten Runde weg, und vier Spiele Ausfall tun dort weh — abgeben muss man ihn deshalb aber nicht, dafür ist der frühestmögliche Rückkehrtermin zu nah. Auf den IR-Platz legen, wenn die Liga einen hat, sonst durchhalten. Wer seine Snaps erbt, ist nominell DeSjuan Johnson, bei uns Nummer zwei am SLB — für eine Waiver-Priorität reicht das nicht. Der einzige Spieler dieser Front mit echter Fantasy-Relevanz bleibt Byron Young auf der anderen Außenseite; der war aber schon vorher gesetzt und dürfte jetzt vor allem mehr Aufmerksamkeit vom gegnerischen Schutz auf sich ziehen, was in beide Richtungen wirken kann. Wer die Rams-Defense streamt, geht die nächsten vier Wochen besser vorsichtig an — die 19 Prozent Druckrate aus Woche 1 kamen zustande, während Garrett noch auf dem Feld stand. Für reine Offense-Ligen ändert die Meldung nichts.
- Quellenqualität: Schefter und Rapoport berufen sich auf Quellen, nicht auf eine Vereinsmitteilung. Keine Rams-Bestätigung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
- Die Gegenüberstellung McVay-Freitag und OP-Sonntag ist quellengedeckt: ESPN stellt in seinem Bericht vom 11.09. selbst McVays „To my knowledge, yeah“ neben Garretts Aussage, sein Knie sei nicht hundertprozentig gesund gewesen. Keine Quelle sagt, dass am Freitag bereits eine Operation im Raum stand — deshalb steht hier kein Vorwurf, sondern beides nebeneinander.
- „Zu etwa 85 Prozent“ ist McVays Wiedergabe aus dem Trainingslager, kein Zitat Garretts gegenüber der Presse.
- IR-Regel: mindestens vier Spiele. Dass Woche 6 gegen Arizona das erste mögliche Spiel ist, nennt ESPN ausdrücklich — das ist Quellenangabe, keine eigene Rechnung.
- Depth Chart der Rams-Defense, Stand 13.09.2026: SLB 1. Myles Garrett, 2. DeSjuan Johnson, 3. Keir Thomas II. WLB 1. Byron Young, 2. Josaiah Stewart. Garrett steht bei uns als SLB, nicht als DE. Byron Young rückt nicht auf — er war schon vorher Nummer eins auf seiner Seite.
- Aaron Donald stand in Melbourne nicht auf dem Feld (aus Kyle Shanahans Aussage bei ESPN). Der Grund ist nicht bekannt, ESPN führt ihn nicht auf der Verletztenliste — im Text deshalb ohne Erklärung genannt.
- Trade-Gegenwert laut ESPN: Jared Verse plus drei Picks, darunter ein Erstrundenpick 2027, an Cleveland.