A.J. Brown fällt sechs Wochen aus, Sam Darnold verpasst wohl Woche 2

Die zwei großen Verletzungen aus dem Saisonauftakt haben jetzt einen Befund — und bei A.J. Brown auch eine Dauer: Der Receiver der Patriots fällt nach der hohen Knöchelverstauchung voraussichtlich sechs Wochen aus, zwei Wochen länger, als die Injured Reserve vorschreibt. Seahawks-Quarterback Sam Darnold ist glimpflicher davongekommen: Die Hüfte ist intakt, das Spiel in Arizona wird er aber wohl verpassen.

🔴 Nachtrag vom 13. September, 18:15 Uhr — es wird länger: A.J. Brown fällt voraussichtlich sechs Wochen aus. Das berichtet Ian Rapoport (NFL Network) am Sonntagvormittag US-Zeit, aufgegriffen von NFL.com. Die Injured Reserve schreibt nur vier Spiele Pause vor — nach dieser Erwartung sitzt Brown also zwei Wochen länger, als er müsste. Sechs Wochen ab dem Auftaktspiel vom 9./10. September führen rechnerisch auf den 21. Oktober. Das Heimspiel gegen die Jets am 18. Oktober käme damit zu früh; das erste rechnerisch mögliche Spiel wäre das bei den Chicago Bears am Freitag, 23. Oktober, um 2:15 Uhr. Diese Rechnung ist unsere, nicht die von NFL.com — ein Rückkehrdatum hat niemand genannt. NFL.com weist zudem darauf hin, dass New England in den nächsten sechs Spielen auf vier Playoff-Teams der Vorsaison trifft: Pittsburgh, Jacksonville, Buffalo, Las Vegas, die Jets und Chicago. Nachgetragen ist auch Browns Bilanz vor der Verletzung: drei Fänge bei vier Targets für 26 Yards — sein erstes Spiel für New England nach dem Trade aus Philadelphia.
🟡 Nachtrag vom 11. September, 21:00 Uhr: Aus der Erwartung ist eine Kaderentscheidung geworden. Die Patriots stellen A.J. Brown auf die Injured Reserve — das berichtet Adam Schefter (ESPN) am Freitagnachmittag unter Berufung auf Quellen. Der Unterschied ist wichtig: „Mindestens vier Wochen“ war eine Prognose, die IR ist eine Regel. Wer nach Saisonbeginn dorthin gestellt wird, muss mindestens vier Spiele aussetzen. Auf den Spielplan der Patriots gerechnet heißt das: Pittsburgh (20.09.), Jacksonville (27.09.), Buffalo (04.10.) und Las Vegas (11.10.) fallen weg, frühestens am 18. Oktober gegen die New York Jets dürfte er zurück. Diese Rechnung ist unsere, nicht ESPNs — ESPN nennt nur „mindestens vier Spiele“. Eine offizielle Mitteilung der Patriots steht weiter aus.

A.J. Brown: hohe Knöchelverstauchung, voraussichtlich sechs Wochen

Die MRT hat es bestätigt: A.J. Brown hat sich im Auftaktspiel gegen Seattle eine hohe Knöchelverstauchung am rechten Sprunggelenk zugezogen. Zunächst war von mindestens vier Wochen die Rede — nach Informationen von Ian Rapoport (NFL Network), die ESPN-Reporter Mike Reiss aufgegriffen hat. Am 13. September nannte Rapoport dann sechs Wochen (siehe Nachtrag oben). Die Röntgenaufnahmen hatten zuvor keinen Bruch gezeigt.

Passiert ist es früh im dritten Viertel: Nach einem unvollständigen Pass in seine Richtung landete das rechte Knie von Seahawks-Cornerback Nehemiah Pritchett mit vollem Körpergewicht auf Browns Knöchel. Brown ging langsam an die Seitenlinie und kam nicht zurück — ausgerechnet in seinem ersten Pflichtspiel für die Patriots.

Welche Spiele betrifft das? Sicher weg sind das Heimspiel gegen die Pittsburgh Steelers am 20. September, die Auswärtsspiele bei den Jacksonville Jaguars (27. September) und den Buffalo Bills (4. Oktober) sowie das Heimspiel gegen die Las Vegas Raiders (11. Oktober) — das sind die vier Spiele, die die IR-Regel erzwingt. Mit der Sechs-Wochen-Erwartung kommt nach unserer Rechnung auch das Heimspiel gegen die New York Jets (18. Oktober) dazu.

⚠️ Ein Hinweis zu den Kaderdaten: In der ESPN-Verletzungsliste und damit auch in unserem Injury Report stand Brown zum Zeitpunkt des ersten Nachtrags noch als Questionable — der Eintrag stammte vom 10. September, 23:37 Uhr und war damit älter als die IR-Meldung. Sobald der Kaderzug bei ESPN verbucht ist, zieht unser täglicher Datenlauf nach und zeigt ihn als IR. Bis dahin gilt: Was hier im Text steht, ist neuer als das Kürzel im Depth Chart.

Wer die Lücke füllt

Im Spiel übernahm Mack Hollins den Großteil von Browns Rolle. Gefragt ist außerdem Romeo Doubs, der im Frühjahr für vier Jahre und 68 Millionen Dollar aus Green Bay gekommen war und sein Patriots-Debüt ohne Fang beendete. Dahinter stehen DeMario Douglas (Slot) sowie die Zweitjahresprofis Kyle Williams und Efton Chism III im Depth Chart der Patriots. NFL.com fasst es so zusammen: Der Druck liegt jetzt auf Drake Maye, aus Doubs, Hollins und Douglas mehr herauszuholen.

Sam Darnold: Hüfte intakt, Woche 2 wohl ohne ihn

Bei Sam Darnold ist die Nachricht besser, als es am Mittwochabend aussah. Der Quarterback der Seahawks hatte sich beim fünften Spielzug des ersten Angriffs verletzt: Er wurde von hinten gesackt und schlug mit dem rechten Knie hart auf. Die Nacht verbrachte er im Harborview Medical Center in Seattle, auch wegen der starken Schmerzen.

Am Donnerstagmorgen folgte die MRT der rechten Hüfte. Head Coach Mike Macdonald sagte danach in seiner Radiosendung, die Hüfte sei intakt, es sehe nach einer muskulären Verletzung aus — „wirklich, wirklich gute Neuigkeiten“. Wie lange Darnold fehlt, wisse man aber noch nicht.

Spielt er am 20. September in Arizona? Nach übereinstimmenden Informationen von Adam Schefter (ESPN) und Ian Rapoport eher nicht. Beide Quellen sagen aber auch, dass Darnold eher früher als später zurück sein soll. Macdonald selbst ließ die Frage offen und sagte, er gehe gedanklich davon aus, dass Drew Lock spielt. Genaueres will Seattle wissen, wenn der Trainingsbetrieb am Montag wieder anläuft.

Drew Lock übernimmt

Drew Lock kam im Auftaktspiel nach Darnolds Verletzung und führte Seattle aus einem 0:10-Rückstand zum 13:10-Sieg gegen New England (16 von 22 Pässen, 187 Yards). Wie der Abend verlief, steht in unserem Spielbericht zum Saisonauftakt.

Nach Arizona spielt Seattle in Woche 3 in Washington, danach zu Hause gegen die Los Angeles Chargers (Woche 4) und die San Francisco 49ers (Woche 5).

Wo du beides verfolgen kannst

  • Alle Ausfälle aller 32 Teams: unser NFL Injury Report
  • Wer davon in Fantasy-Drafts gezogen wird, sortiert nach ADP: der Block „Verletzt und gedraftet“ auf Fantasy Football

Stand: 13. September 2026, 18:15 Uhr. Wir aktualisieren, sobald sich Patriots oder Seahawks offiziell äußern.

Fantasy-Take

A.J. Brown ist der schwerere Fall: Er war ein früher Pick (ADP 16,6 in PPR-Ligen mit 12 Teams laut Fantasy Football Calculator) und fällt jetzt voraussichtlich sechs Wochen aus — rund ein Drittel der Hauptrunde. Auf den IR-Platz legen, wenn die Liga einen hat; er steht auf der echten Injured Reserve, das erlauben die meisten Formate. Abgeben muss man ihn trotzdem nicht: Eine hohe Knöchelverstauchung ist langwierig, beendet aber keine Saison, und ein Receiver dieser Klasse ist nach der Rückkehr sofort wieder Startelf. Wer den Kaderplatz dringend braucht und in einer Liga mit zehn Teams spielt, darf ihn ziehen lassen — ab zwölf Teams wäre das zu früh. Der naheliegende Nutznießer bei den Patriots ist Mack Hollins, der im Spiel den Großteil von Browns Rolle übernahm; Romeo Doubs und DeMario Douglas sind die beiden anderen Namen, auf die Drake Maye jetzt angewiesen ist. Bei Sam Darnold geht es nach heutigem Stand eher um ein Spiel als um Wochen. In Ligen mit zwei Quarterbacks oder Superflex ist Drew Lock für Woche 2 ein Name — in normalen Ligen nicht.