Bills – Lions 41:31: Allen mit fünf Touchdowns, DJ Moore verletzt raus
Buffalo Bills 41, Detroit Lions 31: Josh Allen eröffnet das neue Highmark Stadium mit fünf Touchdowns. Der Sieg hat einen Preis – Neuzugang DJ Moore muss kurz vor der Pause mit einer Schulterverletzung raus. Detroit holt nach 0:21 auf, doch die Lions-Defense bleibt das große Problem.
Auf einen Blick
- Endstand: Buffalo Bills 41, Detroit Lions 31 — Thursday Night Football, bei uns in der Nacht auf Freitag, 18. September 2026, um 2:15 Uhr. Es war das erste Pflichtspiel im neuen Highmark Stadium in Orchard Park.
- Spieler des Abends: Josh Allen mit fünf Touchdowns — drei geworfen, zwei selbst gelaufen.
- Die Verletzung: DJ Moore verlässt das Spiel kurz vor der Pause mit einer Schulterverletzung und einem Stinger. Eine Diagnose gibt es noch nicht.
- Offensiv-Spektakel: 72 Punkte, 801 Yards Raumgewinn zusammen, kein einziger Ballverlust auf beiden Seiten.
- Detroit: holt einen 0:21-Rückstand bis auf 24:34 heran, steht nach zwei Spielen aber bei 71 zugelassenen Punkten.
So lief das Spiel
Buffalo erzielte mit den ersten vier Ballbesitzen vier Touchdowns. Den ersten Touchdown eines Pflichtspiels im neuen Stadion machte Allen selbst mit einem 1-Yard-Lauf. Danach fand er Joshua Palmer völlig frei für einen 43-Yard-Touchdown — zwei Lions-Verteidiger waren zuvor gemeinsam auf Moore im kurzen Bereich gegangen. Im zweiten Viertel folgten Touchdown-Pässe auf die Tight Ends Dawson Knox (1 Yard) und Dalton Kincaid (16 Yards), dazwischen hatte Detroit auf 7:21 verkürzt. Nach einem verschossenen Extrapunkt von Tyler Bass stand es 27:7.
Detroits Offense brauchte bis ins zweite Viertel, um in Gang zu kommen: Jared Goff wurde in den ersten beiden Serien zweimal gesackt, ein Snap flog über seinen Kopf. Den ersten Lions-Touchdown fing Jahmyr Gibbs aus 11 Yards, und mit dem Pausenpfiff verkürzte Jake Bates per Field Goal aus 31 Yards auf 10:27.
Nach der Pause wurde es ein echtes Spiel. Amon-Ra St. Brown fing einen 2-Yard-Touchdown, Allen antwortete mit seinem zweiten Touchdown-Lauf am Ende eines 15-Spielzug-Drives. Sam LaPorta verkürzte im Schlussviertel auf 24:34. Die Chance zum Anschluss verpuffte: Von der eigenen 10-Yard-Linie aus kam Detroit nicht über drei Versuche hinaus, zwei Goff-Pässe wurden von Deone Walker abgefälscht. James Cook III machte 2:50 Minuten vor Schluss mit einem 1-Yard-Lauf alles klar, St. Browns 27-Yard-Touchdown kam zu spät.
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Die Verletzung von DJ Moore
Moore hechtete in der Endzone nach einem flachen Pass von Allen und landete hart auf der linken Schulter. Laut ESPN blieb er einige Minuten liegen, ging dann aus eigener Kraft in die Kabine und wurde dort geröntgt. Die Bills meldeten eine Schulterverletzung und einen Stinger, zunächst mit „fraglich“ für die Rückkehr, kurz nach der Halbzeit dann „out“. Head Coach Joe Brady hatte nach dem Spiel kein Update.
Moore war in der Offseason per Trade aus Chicago gekommen und hatte in Woche 1 in Houston gleich 5 Fänge für 100 Yards und einen Touchdown. Gegen Detroit blieb er ohne Fang, ein Zuspiel wurde wegen eines Holdings zurückgepfiffen.
Was ist ein Stinger? Der Begriff wird im deutschsprachigen Football ebenfalls verwendet. Gemeint ist eine Reizung der Nerven zwischen Hals und Schulter, typischerweise nach einem harten Aufprall. Der Arm brennt, kribbelt oder wird kurz kraftlos. Oft ist das nach Minuten oder Tagen vorbei — ob zusätzlich die Schulter selbst verletzt ist, zeigt erst die Untersuchung. Deshalb ist „Stinger“ allein noch keine Aussage über die Ausfallzeit.
Auch vor dem Spiel hatten die Bills einen Ausfall: Defensive Tackle Ed Oliver verletzte sich beim Aufwärmen an der Hüfte und spielte nicht. Bei Detroit fehlten mit Right Tackle Blake Miller (Knie) und Left Guard Christian Mahogany (Hüfte) zwei Starter der Offensive Line, Cornerback Avonte Maddox verletzte sich im zweiten Viertel am rechten Fuß und kam nicht zurück.
Offenses im Fokus
Die Zahlen erklären den Abend. Buffalo kam auf 446 Yards, 34 First Downs, verwandelte 9 von 12 dritten Versuchen und fünf von fünf Ausflügen in die Red Zone. Laut AP hatte Detroit allein in der ersten Hälfte 299 Yards und 27 Punkte zugelassen. Das Laufspiel der Bills trug mit 203 Rushing Yards genauso wie Allens Arm.
Detroit hielt mit 355 Yards dagegen, fast ausschließlich über das Passspiel: Goff brachte 26 von 38 Pässen für 327 Yards und vier Touchdowns an, ohne Interception. Am Boden ging dagegen wenig — mit zwei fehlenden Linemen kam Gibbs auf 16 Läufe für nur 52 Yards.
Studs: die Gewinner des Abends
- Josh Allen, Bills: 20 von 31 Pässen, 248 Yards, 3 Touchdowns; dazu 14 Läufe, 69 Yards, 2 Touchdowns. Laut AP sein viertes Spiel mit fünf Touchdowns in der Karriere und sein 90. Sieg in der regulären Saison.
- Amon-Ra St. Brown, Lions: 9 Fänge bei 13 Zuspielen, 142 Yards, 2 Touchdowns.
- James Cook III, Bills: 21 Läufe, 135 Yards, 1 Touchdown — der längste Lauf ging über 35 Yards.
- Dalton Kincaid, Bills: 7 Fänge, 95 Yards, 1 Touchdown, Bestwert bei den Bills-Empfängern.
- Jared Goff, Lions: 327 Yards und 4 Touchdowns trotz vier Sacks.
- Greg Rousseau, Bills: 2 Sacks und 4 Treffer gegen den Quarterback.
Duds: die Verlierer des Abends
- Die Lions-Defense: 41 Punkte, 446 Yards, nur 3 von 12 dritten Versuchen gestoppt. Schon in Woche 1 hatten die Saints gegen sie einen 0:21-Rückstand aufgeholt.
- Detroits Laufspiel: 20 Läufe, 66 Yards, 3,3 Yards im Schnitt.
- Jameson Williams, Lions: 2 Fänge bei 4 Zuspielen, 33 Yards.
- Disziplin in Detroit: 10 Strafen für 58 Yards. Eine davon, ein Holding von Rock Ya-Sin, nahm Skyler Gill-Howard eine Interception weg.
- DJ Moore, Bills: kein Fang, dann die Verletzung.
Fantasy-Recap
Punkte im PPR-Format, gerechnet mit 4 Punkten je Passing-Touchdown:
- Josh Allen: 40,8
- Amon-Ra St. Brown: 35,2
- Jared Goff: 29,8
- Jahmyr Gibbs: 23,3 (6 Fänge, 61 Yards, 1 Touchdown)
- Dalton Kincaid: 22,5
- James Cook III: 20,9
- Sam LaPorta: 17,2
- Keon Coleman: 12,3 (6 Fänge, 63 Yards)
Gibbs rettete seinen Abend über das Passspiel, nicht über das Laufspiel. Bei den Bills teilten sich die Zuspiele breit auf: Kincaid 8, Coleman und Khalil Shakir je 6, Palmer 3.
Ausblick: was das für den Rest der Saison heißt
Bills: Allen ist nach zwei Spielen mit insgesamt neun Touchdowns ein klarer Start jede Woche; seine Rushing-Touchdowns sind bei ihm Teil des Profils, kein Zufall. Cook ist mit 21 Läufen der klare Arbeitsbulle. Die offene Frage ist Moore: Solange keine Diagnose da ist, nicht abgeben. Fällt er aus, dürften Kincaid, Coleman und Shakir die meisten seiner Zuspiele erben. Palmer war ein einzelner langer Spielzug — dem sollte man auf dem Waiver-Wire nicht hinterherlaufen.
Lions: St. Brown ist der sichere WR1, LaPorta ein solider Tight End mit Touchdown-Chancen in der Red Zone. Gibbs bleibt wegen seiner Rolle im Passspiel ein Start, auch wenn das Laufspiel hakt, solange die beiden verletzten Offensive Linemen Blake Miller und Christian Mahogany fehlen. Williams schwankt stark und braucht lange Spielzüge. Die Lions-D/ST gehört nach 71 zugelassenen Punkten in zwei Spielen vorerst nicht in die Aufstellung — und Offensivspieler, die gegen Detroit antreten, bekommen ein Plus.
Wie es weitergeht
Beide Teams haben jetzt mehr als eine Woche Pause. Die Bills empfangen in Woche 3 die Los Angeles Chargers, die Lions die New York Jets — beide Spiele am Sonntag, 27. September, um 19:00 Uhr, bei RTL, Sky oder RTL+. Alle Spiele mit Uhrzeit und Sender stehen auf der Wochenübersicht.
Bills
- Josh Allen (40,8 PPR-Punkte): Nach neun Touchdowns in zwei Spielen jede Woche ein Start.
- James Cook III: 21 Läufe — er trägt das Laufspiel allein.
- DJ Moore: Schulter plus Stinger, noch keine Diagnose. Nicht abgeben, den Injury Report der nächsten Tage abwarten.
- Falls Moore ausfällt: Profitieren dürften vor allem Dalton Kincaid, Keon Coleman und Khalil Shakir.
- Joshua Palmer: Der 43-Yard-Touchdown war ein einzelner Spielzug — kein Grund für einen Waiver-Claim.
Lions
- Amon-Ra St. Brown (35,2) und Sam LaPorta: Pflicht-Starts.
- Jahmyr Gibbs: Bleibt ein Start, holte seine Punkte aber über das Passspiel. Das Laufspiel hakt, solange die verletzten Offensive Linemen Blake Miller und Christian Mahogany fehlen.
- Jameson Williams: Bleibt ein Wackelkandidat.
- Lions-D/ST: Nach 71 zugelassenen Punkten in zwei Spielen vorerst auf die Bank. Offensivspieler, die gegen Detroit antreten, bekommen ein Plus.