49ers – Rams 27:7: Deutlicher Sieg im ersten NFL-Spiel in Australien
San Francisco 49ers 27, Los Angeles Rams 7: Das erste NFL-Hauptrundenspiel in Australien wird zu einer klaren Sache für San Francisco. Brock Purdy wirft drei Touchdown-Pässe, die Defense hält die Rams bei einem einzigen Touchdown — vor 100.021 Zuschauern im Melbourne Cricket Ground.
Endstand und Spielverlauf
Endstand: San Francisco 49ers 27, Los Angeles Rams 7 — gespielt am Freitagvormittag Ortszeit im Melbourne Cricket Ground, in Mitteleuropa also in der Nacht auf Freitag, den 11. September 2026, ab 2:35 Uhr. Es war das erste NFL-Hauptrundenspiel in Australien. 100.021 Zuschauer bedeuten laut AP die siebtgrößte Kulisse der NFL-Geschichte in einem Hauptrundenspiel.
Der Start war zäh, was bei einem Anstoß um 10:35 Uhr Ortszeit niemanden überraschte. Nach einem Field Goal der 49ers im ersten Viertel erzielte Kyren Williams zu Beginn des zweiten Viertels mit einem 5-Yard-Lauf den ersten NFL-Touchdown auf australischem Boden — 7:3 für die Rams. Danach tauschten beide Quarterbacks Interceptions, bevor Brock Purdy seinen holprigen Beginn abschüttelte und Demarcus Robinson, der früher für die Rams spielte, mit einem 39-Yard-Pass zum 10:7 zur Pause fand.
Nach der Halbzeit zogen die 49ers davon. Ein 45-Yard-Kickoff-Return von Deebo Samuel leitete den Touchdown-Fang von Mike Evans ein — gegen den neuen Rams-Cornerback Jaylen Watson. Ebenfalls im dritten Viertel kam die Szene, an der die Rams endgültig scheiterten: Sie standen tief in der Red Zone, Puka Nacua wurde Zentimeter vor der Goal Line gestoppt, und beim vierten Versuch an der 1-Yard-Linie hielt die 49ers-Defense den Quarterback-Sneak von Matthew Stafford auf. Im Schlussviertel legte San Francisco noch zehn Punkte nach, darunter Samuels Touchdown-Fang.
➡️ Alle Einzelwerte, Viertel für Viertel, stehen in unserem Box Score zu 49ers at Rams — sobald unser nächster Datenlauf das Spiel eingelesen hat. Bis dahin kann die Seite noch leer sein.
Purdy verteilt drei Touchdowns
Purdy kam auf 25 von 34 Pässen für 205 Yards und drei Touchdowns — je einen auf Robinson, Evans und Samuel. Keine Gala-Vorstellung, aber genug große Spielzüge gegen eine Rams-Defense, die laut AP über weite Strecken wirkungslos blieb. Christian McCaffrey kam auf 68 Yards bei zehn Läufen.
Die Rams: kein Rhythmus, keine Punkte nach der Pause
Für die Rams, die vor der Saison als Super-Bowl-Favorit gehandelt wurden, war es ein Fehlstart. Der amtierende MVP Matthew Stafford kam nur auf 15 von 25 Pässen für 155 Yards. Die beste Offense der Vorsaison erzielte einen einzigen Touchdown. Laut AP hatten die Rams seit November 2024 kein Spiel mehr mit mehr als sieben Punkten Abstand verloren.
Auch das Debüt von Myles Garrett blieb blass: Der amtierende Defensive Player of the Year, der einen Großteil des Trainingslagers verpasst hatte, kam ohne einen einzigen Tackle aus dem Spiel. Bester Rams-Receiver war Puka Nacua mit fünf Fängen für 74 Yards.
Vor dem Spiel war viel über die unterschiedliche Vorbereitung gesprochen worden: Die 49ers reisten eine Woche früher nach Melbourne, die Rams erst weniger als zwei Tage vor dem Anstoß — um die innere Uhr auf kalifornischer Zeit zu halten. Ob das den Ausschlag gab, lässt sich aus einem Spiel nicht ablesen.
Die wichtigsten Statistiken
- Brock Purdy: 25 von 34, 205 Yards, 3 Touchdowns
- Matthew Stafford: 15 von 25, 155 Yards
- Christian McCaffrey: 68 Yards bei 10 Läufen
- Puka Nacua: 5 Fänge, 74 Yards
- Touchdowns: Kyren Williams (5-Yard-Lauf), Demarcus Robinson (39-Yard-Pass), Mike Evans, Deebo Samuel
➡️ Die vollständigen Einzelwerte beider Mannschaften — Passspiel, Laufspiel, Fänge und Fantasy-Punkte — kommen in unseren Box Score.
Wie es weitergeht
Die 49ers empfangen am Sonntag, 20. September die Miami Dolphins. Die Rams spielen am Montag, 21. September zu Hause gegen die New York Giants. Wie das Spiel in Melbourne im deutschsprachigen Raum zu sehen war — bei Netflix statt bei RTL oder Sky —, steht in unserem Vorbericht. Alle Spiele der Woche mit deutscher Uhrzeit und Sender findest du auf der Wochenübersicht.
Drei Punkte für die Aufstellung. Brock Purdy hat mit drei Touchdowns geliefert, und die Treffer verteilten sich auf drei Receiver — Evans, Robinson und Samuel. Das ist gut für Purdy, macht aber keinen der drei nach einem Spiel zu einem sicheren wöchentlichen Starter. Christian McCaffrey (68 Yards bei zehn Läufen) ist gesund durchgekommen, nur das zählt nach einem Spiel. Bei den Rams gilt: Ein schwacher Abend von Matthew Stafford nach einer Anreise erst zwei Tage vor dem Spiel ist kein Muster. Puka Nacua (5 Fänge, 74 Yards) bleibt die erste Anspielstation, Kyren Williams hat den Touchdown gemacht.