Welche Deutschen und Österreicher spielen 2026 in der NFL?
Zehn Profis aus Deutschland und Österreich stehen bei NFL-Teams unter Vertrag. Im 53-Mann-Kader sind vier, und alle vier waren in Woche 1 im Einsatz: Bernhard Raimann (Österreich, Colts), Amon-Ra St. Brown (Lions), der gegen die Saints zehn Pässe für 67 Yards und zwei Touchdowns fing und die Partie in der Verlängerung entschied, Marlin Klein (Texans) mit seinem ersten Fang in der Hauptrunde und Brandon Coleman (Commanders), der als startender Left Tackle alle 70 Offensivsnaps spielte. Im Trainingsteam stehen sechs: Paul Rubelt (Buccaneers), Kilian Zierer (Jaguars), Julius Welschof (Steelers), Lorenz Metz (Patriots), der Österreicher Valentin Senn (Cardinals) und Lenny Krieg (Packers) — in Woche 1 wurde keiner von ihnen hochgezogen. Aus der Schweiz stand bislang niemand in einem NFL-Kader.
Diese Liste ändert sich wöchentlich — im August fast täglich. Genau deshalb gibt es sie: Die meisten Übersichten im Netz sind Artikel von vor drei Monaten und stimmen längst nicht mehr. Wir pflegen diese Seite während der Saison weiter und schreiben unten hin, was sich zuletzt geändert hat.
🇦🇹 Österreich: Bernhard Raimann ist der größte Name im DACH-Raum
Bernhard Raimann ist Left Tackle bei den Indianapolis Colts — also der Mann, der dem Quarterback den Rücken freihält. Er stammt aus dem Burgenland, spielte in Österreich zunächst als Wide Receiver, ging über Central Michigan aufs College und wurde 2022 in der dritten Runde an Position 77 ausgewählt: der erste österreichische Draftpick der NFL-Geschichte.
Inzwischen ist er weit mehr als eine Randnotiz. Seine Vertragsverlängerung über vier Jahre und 100 Millionen Dollar — davon 60 Millionen garantiert, 25 Millionen pro Jahr — stellt ihn unter die fünf bestbezahlten Left Tackles der Liga. Seine Bewertungen beim Analysedienst PFF sind in jeder Saison gestiegen: 73,3 im Jahr 2022, 82,7 im Jahr 2023, 85,1 im Jahr 2024 — der achtbeste Wert der gesamten Liga auf seiner Position.
Beim Kaderschnitt am 30. August 2026 stand er auf dem ersten 53-Mann-Kader, den die Colts selbst veröffentlicht haben. In unseren Kaderdaten steht er bei den Colts an erster Stelle am Left Tackle — seit dem Schnitt als einziger dort geführter Left Tackle. Auf der Inaktivenliste der Colts für Woche 1 stand er nicht, beim 23:41 gegen die Ravens war er am Left Tackle im Einsatz. Die Offensive Line der Colts ließ in dem Spiel zwei Sacks und neun Quarterback-Hits zu.
Vor ihm haben es zwei weitere Österreicher über das International Player Pathway Program geschafft: Sandro Platzgummer (Running Back, New York Giants) und Bernhard Seikovits (Tight End, Arizona Cardinals). Beide standen zuletzt 2022 in einem NFL-Umfeld; ein aktueller Kaderplatz ist für keinen von beiden belegt. Wir führen sie hier bewusst als Historie und nicht als aktuelle Spieler.
🇩🇪 Deutschland: drei stehen im 53-Mann-Kader
- Amon-Ra St. Brown — Wide Receiver, Detroit Lions, Nummer 14, College USC. Der mit Abstand erfolgreichste deutsche NFL-Spieler und einer der besten Receiver der Liga. Er steht auf dem 53-Mann-Kader der Lions und in unseren Kaderdaten an erster Stelle der Wide Receiver. Am 7. September haben die Lions ihre Kapitäne für 2026 benannt: St. Brown trägt zum vierten Mal in Folge das C, neben Quarterback Jared Goff und Left Tackle Penei Sewell. In Woche 1 fing er beim 31:30 nach Verlängerung gegen die Saints zehn Pässe für 67 Yards und zwei Touchdowns. Der zweite, ein Vier-Yard-Pass von Goff, fiel in der Verlängerung und brachte die Lions mit 31:24 in Front — die Saints kamen danach noch zu einem Touchdown, scheiterten aber an der Zwei-Punkte-Konversion.
- Marlin Klein — Tight End, Houston Texans, Nummer 83, College Michigan. Wurde im Draft 2026 in der zweiten Runde an Position 59 ausgewählt — und er ist der einzige Neuling aus dem DACH-Raum, der den Sprung auf Anhieb geschafft hat. Houston führt ihn seit dem 30. August auf dem 53-Mann-Kader. Dort stehen fünf Tight Ends: Dalton Schultz, Foster Moreau, Klein, Cade Stover und Brevin Jordan, den Houston am 1. September zurückgeholt hatte. In unseren Kaderdaten steht Klein mit dem Stand vom 14. September an dritter Stelle, hinter Schultz und Moreau — die Spielberichte zu Woche 1 führen ihn genauso. In Woche 1 gab er beim 31:36 gegen die Bills sein Debüt in der Hauptrunde: neun Offensivsnaps, die wenigsten der vier eingesetzten Tight Ends, und ein Fang über 16 Yards von Quarterback C.J. Stroud — sein erster in der Hauptrunde. Beim zweiten Touchdown von Running Back David Montgomery half er mit, diesen über die Linie zu schieben. Vorgelegt hatte er in der Preseason: Debüt am 13. August gegen die Chargers (11 Snaps, ein Fang über 31 Yards), dann beim 20:22 gegen die Raiders am 20. August mit drei Fängen über 31 Yards bester Passempfänger seines Teams.
- Brandon Coleman — Offensive Line, Washington Commanders, Nummer 74, College TCU. Steht auf dem 53-Mann-Kader der Commanders und ist startender Left Tackle. Laremy Tunsil hat sich den Trizeps gerissen und wurde am 31. August auf die Verletztenliste (Injured Reserve) gesetzt; Head Coach Dan Quinn hatte Coleman bereits am 10. August öffentlich als Nachfolger benannt — er hat die Position 2024 und 2025 über weite Strecken gespielt. In Woche 1 hat er beim 22:24 bei den Eagles alle 70 Offensivsnaps der Commanders gespielt. In unseren Kaderdaten steht er seit dem 24. August an erster Stelle am Left Tackle; mit dem Stand vom 14. September stehen dort nur noch zwei Namen, er und der verletzte Tunsil. Das Depth Chart, das die Commanders selbst zu Woche 1 veröffentlicht haben, führt an erster Stelle ebenfalls Coleman, dahinter D.J. Humphries.
Fünf Deutsche stehen im Trainingsteam
Vier von ihnen standen bis zum Stichtag in einem NFL-Kader, wurden am 30. August gestrichen — und waren einen Tag später wieder da: Rubelt, Metz, Zierer und Welschof haben am 31. August einen Platz im Trainingsteam ihres bisherigen Vereins bekommen. Bei Rubelt, Zierer und Metz nennen die Vereine dafür ausdrücklich den Sonderplatz aus dem International Player Pathway Program, mit dem ein Team 17 statt 16 Spieler im Trainingsteam halten darf; bei Welschof verweist Pittsburgh auf seine Teilnahme am Programm, ohne den Sonderplatz eigens zu benennen. Dazugekommen ist am 2. September Lenny Krieg in Green Bay. Spielen dürfen sie alle erst, wenn ihr Verein sie vorher in den 53-Mann-Kader hochzieht. In Woche 1 ist das bei keinem von ihnen passiert: Die Hochstufungen, die ihre sechs Vereine für den ersten Spieltag gemeldet haben, betrafen ausnahmslos andere Spieler. In unseren eigenen Kaderdaten stehen sie seit dem 7. September nicht mehr: Mit dem Start der Hauptrunde führen die Depth Charts nur noch die 53-Mann-Kader, Trainingsteams werden getrennt gelistet. Wir haben das an der Quelle gegengeprüft — dort steht es genauso.
- Paul Rubelt — Offensive Tackle, Tampa Bay Buccaneers, Nummer 76. Kommt aus Frankfurt (Oder), spielte am College für UCF und wurde 2026 nach dem Draft verpflichtet. Mit 2,08 Metern einer der größten Spieler der Liga. Tampa Bay hat ihn am 30. August auf die Waiver-Liste gesetzt und am 31. August ins eigene Trainingsteam geholt — der Verein schreibt dazu, man könne dank Rubelts Ausnahmeregelung als internationaler Spieler 17 statt 16 Plätze besetzen. Stand 15. September steht er dort weiterhin; für Woche 1 gegen die Bengals hat Tampa Bay einen Running Back und einen Safety hochgezogen, nicht ihn.
- Lorenz Metz — Offensive Tackle, New England Patriots, Nummer 72, College Cincinnati. Die Patriots haben ihn am 30. August entlassen und am 31. August in ihr Trainingsteam zurückgeholt, ausdrücklich über das International Player Pathway Program. Er war schon im Januar 2026 ins Trainingsteam gekommen und hatte im Februar einen Zukunftsvertrag unterschrieben. In der Preseason hatte sich der Schnitt angedeutet: Als Backup Marcus Bryant beim 24:21 gegen die Eagles am 22. August früh mit einer Knöchelverletzung ausfiel, bekam die frei werdenden Snaps Erstrundenpick Caleb Lomu, nicht Metz. Die Patriots haben die Saison in der Nacht auf Donnerstag, den 10. September, in Seattle eröffnet; hochgezogen haben sie dafür einen Running Back und einen Punter. Stand 15. September steht Metz weiterhin im Trainingsteam.
- Kilian Zierer — Offensive Tackle, Jacksonville Jaguars, Nummer 78, College Auburn. Jacksonville hat ihn am 30. August auf die Waiver-Liste gesetzt und ihn am 31. August ins Trainingsteam geholt — über den Sonderplatz für internationale Spieler, mit dem die Jaguars 17 statt 16 Plätze besetzen dürfen. In der Preseason hatte er beim 17:34 gegen die Panthers am 21. August in der Startaufstellung gestanden, allerdings nur, weil Jacksonville wegen mehrerer Verletzungen die komplette erste und zweite Reihe der Offensive Line schonte. Stand 15. September steht er weiterhin im Trainingsteam; für Woche 1 hat Jacksonville einen Quarterback hochgezogen.
- Julius Welschof — Defensive End / Linebacker, Pittsburgh Steelers, Nummer 45, College Charlotte. Pittsburgh hat ihn am 30. August auf die Waiver-Liste gesetzt und am 31. August als einen von 13 Spielern ins Trainingsteam zurückgeholt — das dritte Jahr in Folge, wie der Verein selbst schreibt. Sportlich hatte er vorgelegt: ein Sack gegen Green Bay am 13. August, ein Quarterback-Hit beim 0:17 gegen die Jets am 22. August. Stand 15. September steht er weiterhin im Trainingsteam; für Woche 1 hat Pittsburgh einen Cornerback hochgezogen.
- Lenny Krieg — Kicker aus Berlin, seit dem 2. September im Trainingsteam der Green Bay Packers. Die Packers haben die Verpflichtung selbst gemeldet, ausdrücklich über das International Player Pathway Program; er übernimmt dort den Platz von Tight End Thomas Yassmin. Es ist sein zweiter Anlauf in Green Bay: Am 30. Juli hatten ihn die Packers schon einmal verpflichtet und nach 48 Stunden wieder entlassen, weil das Team Platz für einen Long Snapper und einen Wide Receiver brauchte. Davor war er 2025 über dasselbe Programm bei den Atlanta Falcons und danach bei den New York Jets, die ihn Anfang Juni 2026 entließen. Ein NFL-Spiel hat er bis heute nicht bestritten; für Woche 1 hat Green Bay einen Wide Receiver und einen Linebacker hochgezogen. Seit der Vereinsmeldung vom 2. September ist zu ihm keine Veränderung gemeldet.
Und Valentin Senn? Gestrichen und einen Tag später zurückgeholt
Valentin Senn — Offensive Tackle, Arizona Cardinals, aus Volders in Tirol. Er kam 2015 vom Fußball zum Football, spielte am College für Colorado und danach drei Jahre als Starter am Left Tackle für UConn; 2025 unterschrieb er in Arizona als ungedrafteter Spieler. Schon vor dem Kaderschnitt belegte er nach Darstellung der Cardinals den Übungskader-Platz Nummer 17, den es nur für internationale Spieler gibt — den Sonderplatz aus dem International Player Pathway Program. Vor ihm hatte diesen Platz sein Landsmann Bernhard Seikovits inne.
Stand 15. September: Arizona hat Senn am 30. August gestrichen und ihn am 31. August wieder verpflichtet. In der Mitteilung der Cardinals steht er unter 14 Neuzugängen fürs Trainingsteam, ausdrücklich als 17. internationaler Spieler mit Ausnahmegenehmigung. Damit ist eingetreten, was der Verein beim Schnitt mit dem Vermerk „expected international exemption“ angekündigt hatte. Die Trainingsteam-Übersicht der NFL führt ihn dort weiterhin; für Woche 1 hat Arizona einen Cornerback hochgezogen.
Drei sind ohne NFL-Kaderplatz
- Equanimeous St. Brown — Wide Receiver, der ältere Bruder von Amon-Ra. Zuletzt bei den San Francisco 49ers, dort im August 2025 mit einem Verletzungs-Vergleich entlassen. Seither ist kein Kaderplatz belegt.
- Jakob Johnson — Fullback, zuletzt im Practice Squad der Houston Texans (Dezember 2025). Nach dem Stand von Mai 2026 ohne Vertrag.
- Leander Wiegand — Guard, kam über das International Player Pathway Program zu den New York Jets. Die Jets setzten ihn am 27. November 2025 auf die Verletztenliste des Trainingsteams; die Statistikportale führen ihn seither als vereinslos. Rhein Fire meldete am 9. März 2026 selbst seine Rückkehr für die europäische Saison 2026 — auf dem aktuellen Kader des Vereins steht er allerdings nicht. Auch nach dem Kaderschnitt am 30. August steht er in keinem NFL-Kader, und in unseren Kaderdaten taucht er nicht auf. Wo er derzeit spielt, ist für uns nicht belegt — wir führen das als offen. Bis zum 10. August stand er hier als Spieler der Jets; diese Angabe war veraltet, wir haben sie korrigiert.
Nicht mitgezählt: Niklas Henning
Seit dem Kaderschnitt taucht in deutschsprachigen Übersichten der Name Niklas Henning auf — Offensive Lineman, seit dem 31. August im Trainingsteam der Las Vegas Raiders. Geboren ist er tatsächlich bei München. Seine Familie zog aber nach Kanada, als er zwei Jahre alt war; aufgewachsen ist er in Milton in Ontario, gespielt hat er am College für die Queen’s University, und in der kanadischen Profiliga CFL wählten ihn die Toronto Argonauts 2026 an zweiter Stelle aus. Sein Verein und die kanadische Fachpresse führen ihn als Kanadier. Wir zählen ihn deshalb nicht zu den Profis aus dem DACH-Raum — halten ihn hier aber fest, weil sein Name anderswo in diesen Listen steht.
🇨🇭 Und die Schweiz?
Nach unserer Recherche steht derzeit kein Schweizer Spieler in einem NFL-Kader — und es gab bislang auch keinen. Es gab Annäherungen: Einladungen zu Tryouts, Kandidaten, die es über das College versuchten, und mit Alessandro Cairati einen, dessen Weg an Verletzungen scheiterte. Der erste Schweizer in der NFL steht also noch aus. Wer die Entwicklung dort verfolgen will, ist bei endzone.ch richtig, dem Schweizer Football-Portal.
Nicht zu verwechseln: Spieler mit Schweizer Wurzeln, aber amerikanischer Karriere — die gibt es einige. Gemeint ist hier, wer aus der Schweiz kommt.
Was jetzt als Nächstes kommt
Die Saison läuft, Woche 1 ist gespielt. Zehn Profis aus Deutschland und Österreich stehen bei NFL-Teams unter Vertrag: Vier stehen im 53-Mann-Kader und waren in Woche 1 alle im Einsatz, sechs stehen im Trainingsteam und kommen nur aufs Feld, wenn ein Verein sie vorher hochzieht — in Woche 1 ist das bei keinem von ihnen passiert. Hektisch wie im August wird es bis Weihnachten nicht mehr, ruhig aber auch nicht: Verletzungen und Nachverpflichtungen ändern beides wöchentlich.
- Woche 1 in Zahlen: Amon-Ra St. Brown zehn Fänge, 67 Yards, zwei Touchdowns — darunter der Siegtreffer in der Verlängerung beim 31:30 gegen die Saints. Marlin Klein ein Fang über 16 Yards bei neun Offensivsnaps beim 31:36 gegen die Bills. Brandon Coleman alle 70 Offensivsnaps am Left Tackle beim 22:24 bei den Eagles. Bernhard Raimann im Einsatz am Left Tackle beim 23:41 gegen die Ravens. Von den vier Teams hat nur Detroit gewonnen.
- Woche 2 für unsere vier: Den Anfang machen die Lions mit Amon-Ra St. Brown bei den Bills, schon in der Nacht auf Freitag, den 18. September, um 2:15 Uhr. Am Sonntag, 20. September, folgen Texans gegen Bengals (Klein) um 19:00 Uhr und Commanders bei den Cowboys (Coleman) um 22:25 Uhr. Die Colts bei den Chiefs (Raimann) spielen in der Nacht auf Montag, den 21. September, um 2:20 Uhr. Alle Zeiten in unserer Zeitzone.
- Trainingsteam: Wer dort steht, trainiert voll mit, darf aber nur spielen, wenn ihn ein Verein vorher in den 53-Mann-Kader hochzieht — der eigene oder ein fremder, der ihn fest verpflichtet. Für Spieler aus dem International Player Pathway Program gibt es dabei einen zusätzlichen Platz — genau darauf beruhen in diesem Jahr fünf der sechs DACH-Plätze im Trainingsteam. Wie das Programm abläuft und wer aus dem DACH-Raum diesen Weg ging, haben wir getrennt aufgeschrieben.
Die Preseason ist gespielt. Der beste Auftritt aus DACH-Sicht gehörte Marlin Klein: In Woche 2 fing er beim 20:22 gegen die Raiders drei Bälle über 31 Yards und war bester Passempfänger der Texans. Paul Rubelt startete in derselben Woche bei Tampa Bay am Left Tackle, Kilian Zierer bei Jacksonville — beide, weil vor ihnen Spieler verletzt fehlten. Julius Welschof kam spät ins Spiel und setzte einen Quarterback-Hit. Bernhard Raimann und Amon-Ra St. Brown pausierten wie die meisten Stammspieler. Beim Kaderschnitt hat es von den vier Wackelkandidaten am Ende keiner in den 53-Mann-Kader geschafft — alle vier stehen seit dem 31. August aber wieder im Trainingsteam ihres Vereins.
Was sich zuletzt geändert hat
- 15. September 2026: Woche 1 ist gespielt — und alle vier aus dem 53-Mann-Kader waren im Einsatz. Amon-Ra St. Brown fing beim 31:30 nach Verlängerung gegen die Saints zehn Pässe für 67 Yards und zwei Touchdowns; den zweiten, einen Vier-Yard-Pass von Jared Goff, in der Verlängerung zum Sieg. Marlin Klein gab beim 31:36 gegen die Bills sein Debüt in der Hauptrunde: neun Offensivsnaps, die wenigsten der vier eingesetzten Tight Ends, und ein Fang über 16 Yards von C.J. Stroud. Brandon Coleman spielte beim 22:24 bei den Eagles alle 70 Offensivsnaps am Left Tackle. Bernhard Raimann war beim 23:41 gegen die Ravens am Left Tackle im Einsatz; die Offensive Line der Colts ließ in dem Spiel zwei Sacks und neun Quarterback-Hits zu. Aus dem Trainingsteam ist in Woche 1 keiner der sechs hochgezogen worden. Kein neuer Name aus dem DACH-Raum, keine Entlassung, Leander Wiegands Verbleib bleibt offen. Zu unseren Kaderdaten: Sie führen Marlin Klein seit dem 14. September an dritter Stelle der Texans-Tight-Ends, hinter Dalton Schultz und Foster Moreau — die Spielberichte zu Woche 1 führen ihn genauso. Bei den Commanders steht Brandon Coleman dort an erster Stelle am Left Tackle, im Woche-1-Depth-Chart des Vereins ebenfalls.
- 8. September 2026: Lenny Krieg ist zurück in der NFL. Die Green Bay Packers haben ihn am 2. September ins Trainingsteam geholt, ausdrücklich über den Sonderplatz aus dem International Player Pathway Program — er ersetzt dort Tight End Thomas Yassmin. Damit stehen zehn Profis aus Deutschland und Österreich unter Vertrag: vier im 53-Mann-Kader, sechs im Trainingsteam. Weiter gemeldet: Laremy Tunsil steht seit dem 31. August auf der Verletztenliste, Brandon Coleman geht damit als startender Left Tackle in die Saison. Houston hat am 1. September Tight End Brevin Jordan zurück in den 53-Mann-Kader geholt — Marlin Klein ist jetzt einer von fünf statt von vier Tight Ends. Amon-Ra St. Brown wurde am 7. September zum vierten Mal in Folge zum Kapitän der Lions ernannt. Neu erklärt: Niklas Henning, seit dem 31. August im Trainingsteam der Raiders, wird anderswo als deutscher Profi geführt — er ist bei München geboren, lebt aber seit seinem zweiten Lebensjahr in Kanada und gilt dort als Kanadier; wir zählen ihn nicht mit. Und zu unseren Kaderdaten: Die Spieler aus den Trainingsteams stehen dort seit dem 7. September nicht mehr. Das ist kein Rückstand unserer Daten — mit dem Start der Hauptrunde führen die Depth Charts nur noch die 53-Mann-Kader; die Quelle hält es genauso und listet Trainingsteams getrennt. Nachgeprüft am 7. September. Kein neuer Name aus dem DACH-Raum, Leander Wiegands Verbleib bleibt offen.
- 1. September 2026: Alle fünf Gestrichenen sind untergekommen — und zwar dort, wo sie vorher waren. Tampa Bay hat Paul Rubelt am 31. August ins eigene Trainingsteam geholt, Jacksonville Kilian Zierer, Pittsburgh Julius Welschof, New England Lorenz Metz und Arizona den Österreicher Valentin Senn. Alle fünf Vereine haben das selbst gemeldet; bei Rubelt, Zierer, Metz und Senn ausdrücklich über den Sonderplatz für Spieler aus dem International Player Pathway Program. Aus dem DACH-Raum stehen damit vier im 53-Mann-Kader und fünf im Trainingsteam. Unsere eigenen Kaderdaten führen Rubelt, Zierer, Welschof und Metz seit dem Morgen des 1. September wieder bei ihren Vereinen; nur bei Senn steht dort noch kein Team. Lenny Krieg ist weiter ohne Team, Leander Wiegands Verbleib bleibt offen, ein neuer Name aus dem DACH-Raum ist nicht dazugekommen. Der Abschnitt zum Stichtag ist durch einen Ausblick auf den Saisonstart ersetzt.
- 31. August 2026: Kaderschnitt und Waiver-Frist ausgewertet — die größte Änderung dieser Seite in diesem Jahr. Im 53-Mann-Kader stehen Bernhard Raimann (Colts), Amon-Ra St. Brown (Lions), Marlin Klein (Texans) und Brandon Coleman (Commanders). Nicht mehr in einem Kader: Paul Rubelt (Buccaneers, Waiver), Kilian Zierer (Jaguars, Waiver), Julius Welschof (Steelers, Waiver), Lorenz Metz (Patriots, entlassen) und Valentin Senn (Cardinals, Waiver mit dem Vermerk „expected international exemption“). Der Abschnitt „Vier kämpfen im Trainingscamp um ihren Platz“ ist damit aufgelöst, die Terminliste der Preseason entfernt. Ob einer der fünf über ein Trainingsteam zurückkommt, war nach Ablauf der Waiver-Frist am 31. August um 19:00 Uhr für keinen von ihnen gemeldet — das bleibt offen. Lenny Krieg ist weiter ohne Team, Leander Wiegands Verbleib bleibt offen. Unsere eigenen Kaderdaten und die Vereinsmitteilungen stimmen bei allen neun Namen überein.
- 25. August 2026: Preseason-Woche 2 ausgewertet. Marlin Klein war beim 20:22 gegen die Raiders mit drei Fängen über 31 Yards bester Passempfänger der Texans. Paul Rubelt startete beim 16:15 gegen die Chiefs am Left Tackle (zwei False Starts), Kilian Zierer beim 17:34 gegen die Panthers ebenfalls als Starter. Julius Welschof verbuchte beim 0:17 gegen die Jets einen Quarterback-Hit. Lorenz Metz bekam gegen die Eagles keine Snaps. Bernhard Raimann und Amon-Ra St. Brown pausierten. In unseren Kaderdaten steht Brandon Coleman bei den Commanders jetzt an erster Stelle am Left Tackle; die Einordnung vom 18. August, wonach Reihenfolge und Trainer-Ansage auseinanderliefen, ist damit überholt und wurde gestrichen. Keine Zu- oder Abgänge im DACH-Raum, kein neuer Name.
20. August 2026: Korrektur bei den Anstoßzeiten. Die Partien der Preseason-Woche 2 standen hier in US-Zeit („Donnerstag, 20. August“), auf unseren Spielplan-Seiten dagegen in unserer Zeit. Beides war richtig, zusammen aber irreführend: Wer donnerstags eingeschaltet hätte, hätte nichts gesehen. Jetzt stehen überall deutsche und österreichische Zeiten, mit Uhrzeit.
- 17. August 2026: Änderungen in unseren Kaderdaten: Marlin Klein fällt bei den Texans auf Platz fünf der Tight Ends zurück, Lorenz Metz wird bei den Patriots jetzt am Right Tackle geführt (vierte Stelle), Kilian Zierer steht bei den Jaguars am Left Tackle an vierter Stelle.
- 13. bis 15. August 2026: Preseason-Woche 1. Marlin Klein gibt gegen die Chargers sein NFL-Debüt — 11 Snaps, ein Fang über 31 Yards. Julius Welschof setzt gegen Green Bay einen Sack und verbucht drei Tackles. Brandon Coleman startet gegen Miami am Left Tackle (12 Snaps). Paul Rubelt, Kilian Zierer und Lorenz Metz sind im Einsatz. Bernhard Raimann und Amon-Ra St. Brown pausieren.
- 10. August 2026: Brandon Coleman wird bei den Washington Commanders startender Left Tackle. Laremy Tunsil hat sich den Trizeps gerissen, muss operiert werden und fällt auf unbestimmte Zeit aus.
- 11. August 2026: Korrektur — Leander Wiegand steht in keinem NFL-Kader. Die Jets hatten ihn bereits im November 2025 abgemeldet; wir hatten ihn hier zu lange als Spieler der Jets geführt.
- 30. August 2026: Valentin Senn ergänzt. Er fehlte in dieser Übersicht, obwohl er in unseren eigenen Kaderdaten steht — aufgefallen beim Gegenlesen des neuen Wissensartikels zum International Player Pathway Program.
- 1./2. August 2026: Lenny Krieg wird von den Green Bay Packers entlassen — 48 Stunden nach seiner Verpflichtung. Er ist damit wieder ohne Team.
- 30. Juli 2026: Green Bay verpflichtet Krieg für das Trainingscamp.
Wo du sie spielen siehst
Raimanns Colts, die Lions von Amon-Ra St. Brown und die Texans mit Marlin Klein laufen nicht jede Woche im deutschsprachigen Fernsehen — welche Partie wo gezeigt wird, entscheidet sich wöchentlich. Den Überblick, wer 2026 welche Spiele überträgt, haben wir getrennt aufgeschrieben. Für Österreich gibt es eine eigene Seite mit Empfangswegen und Preisen — und wenn du wissen willst, welches Abo sich für dich rechnet, steht das im Vergleich mit Kosten pro Spiel.
Und wer sie lieber selbst steuert: Fünf von ihnen stehen in Madden NFL 27, angeführt von Amon-Ra St. Brown mit einem Overall-Rating von 95 – dem besten Wert, den je ein deutscher Spieler in der Reihe hatte. Welche Ratings die anderen bekommen haben und wer im Spiel fehlt, haben wir aufgeschlüsselt.
Woher die Angaben stammen
Teams, Positionen und Rückennummern kommen aus unseren eigenen, täglich aktualisierten Kaderdaten. Wechsel, Entlassungen, Trainingsteam-Verpflichtungen und Vertragsdetails haben wir zusätzlich an der Quelle geprüft — bei der NFL selbst, bei den Vereinen und in der Fachpresse. Seit dem Start der Hauptrunde führen die Depth Charts nur noch die 53-Mann-Kader; wer im Trainingsteam steht, taucht dort nicht mehr auf und wird von uns gesondert geprüft. Wo etwas nicht belegbar war, steht es hier ausdrücklich als offen und nicht als Tatsache. Stand: 15. September 2026.
Kurz zum Mitnehmen: Zehn Profis aus Deutschland und Österreich stehen bei NFL-Teams unter Vertrag. Im 53-Mann-Kader sind vier, und alle vier waren in Woche 1 im Einsatz: Bernhard Raimann (Österreich, Colts) am Left Tackle beim 23:41 gegen die Ravens, Amon-Ra St. Brown (Lions) mit zehn Fängen, 67 Yards und zwei Touchdowns beim 31:30 nach Verlängerung gegen die Saints — den zweiten zum Sieg —, Marlin Klein (Texans) mit seinem ersten Fang in der Hauptrunde über 16 Yards und Brandon Coleman (Commanders), der als startender Left Tackle alle 70 Offensivsnaps spielte. Im Trainingsteam stehen sechs: Paul Rubelt (Buccaneers), Kilian Zierer (Jaguars), Julius Welschof (Steelers), Lorenz Metz (Patriots), der Österreicher Valentin Senn (Cardinals) und Lenny Krieg (Packers) — in Woche 1 hat keinen von ihnen ein Verein in den 53er-Kader hochgezogen. Leander Wiegands Verbleib bleibt offen, und aus der Schweiz stand bislang niemand in einem NFL-Kader. Kaderstand: 15. September 2026.
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