Tucker Kraft verlängert bei den Packers: bis zu 92 Millionen Dollar

Vier Jahre, 75 Millionen Dollar Grundwert, bis zu 92 Millionen mit Boni: Tucker Kraft verlängert bei den Green Bay Packers – zehn Monate nach einem Kreuzbandriss und einen Tag vor dem Saisonauftakt. Mit 18,75 Millionen im Jahresschnitt ist er laut ESPN der drittbestbezahlte Tight End der Liga. Für Fantasy bleibt ein Vorbehalt: Kraft selbst rechnet mit einer begrenzten Snapzahl bis zur Saisonmitte.

Einen Tag vor dem Saisonauftakt der Green Bay Packers ist der Vertrag da: Tucker Kraft verlängert um vier Jahre. Der Grundwert liegt bei 75 Millionen Dollar, über Boni kann das Papier auf bis zu 92 Millionen wachsen. Das berichtet Rob Demovsky für ESPN unter Berufung auf Quellen.

Im Schnitt sind das 18,75 Millionen Dollar pro Jahr. Damit ist Kraft laut ESPN der drittbestbezahlte Tight End der Liga – vor ihm stehen George Kittle und Trey McBride mit je 19 Millionen. Der Rückstand auf die Spitze beträgt also 250.000 Dollar im Jahr.

Zum Vertrag gehört laut ESPN ein Signing Bonus von 26,5 Millionen. Im ersten Jahr fließen laut Ian Rapoport (NFL Network) 31,5 Millionen.

Kreuzbandriss im November, Unterschrift im September

Kraft ist 25 und kommt von einem Kreuzbandriss im rechten Knie zurück. Die Operation war Mitte November, sie beendete eine Saison, die für einen Packers-Tight-End auf Rekordkurs lag: In den ersten neun Wochen fing er 32 Bälle für 489 Yards und sechs Touchdowns. Laut ESPN hatte zu dem Zeitpunkt nur ein Tight End der Liga mehr Touchdowns, nur zwei mehr Receiving Yards.

Die Rückkehr verlief ohne Rückschlag. Beim Neun-Monats-Check sagten ihm die Ärzte laut eigener Aussage, das Knie sehe aus wie nach mehr als einem Jahr Heilung. Ins Trainingslager startete er auf der PUP-Liste, ab Tag 3 stand er in Einzelübungen, ab dem 16. August in 11-gegen-11-Einheiten, und am 26. August absolvierte er im gemeinsamen Training mit den Arizona Cardinals erstmals wieder Übungen mit vollem Körperkontakt.

Das alles tat er ohne neuen Vertrag – ein Risiko, das nicht jeder eingeht. Auf die Frage nach einem Holdout sagte er:

„Ich bin niemand, der einen Holdout inszeniert, vor allem weil ich weiß, welchen Wert ich für dieses Team habe. Ich will auf dem Feld stehen, und ich will jeden Spielzug spielen, den ich spielen kann.“

Fantasy: die ersten Wochen sind eine Anlaufphase

  • Kurzfristig Vorsicht, und zwar aus Krafts eigenem Mund. Er rechnet damit, dass die Packers seine Snapzahl bis etwa zur Saisonmitte begrenzen: „Sie werden meine Snapzahl wohl bis zur Halbzeit der Saison im Blick behalten. Danach klopfen sie mir auf die Schulter und werfen mich den Wölfen vor.“
  • Die Rolle spricht für ihn. Jordan Love hat mit Jayden Reed und Christian Watson zwei feste Anspielstationen, aber in der Red Zone war Kraft vor der Verletzung die erste Adresse – sechs Touchdowns in neun Wochen sagen genau das.
  • Was der Vertrag NICHT bedeutet: keine neue Rolle. Er bestätigt die, die Kraft vor der Verletzung schon hatte.

Ein Muster in Green Bay

Kraft ist nicht der Einzige. In den vergangenen vier Monaten haben die Packers auch Reed, Watson und Defensive Tackle Devonte Wyatt langfristig gebunden. Damit steht laut ESPN jeder Offensiv-Starter mindestens bis 2028 unter Vertrag, einige länger.

General Manager Brian Gutekunst hatte seine Absicht nie verborgen. Zu Beginn des Trainingslagers sagte er, man habe „eine Reihe von Verlängerungen in diesem Sommer durchgezogen, wohl wissend, dass diese hier etwa jetzt ansteht“. Kraft kam 2023 in der dritten Runde nach Green Bay und hatte mehrfach gesagt, er wolle bleiben.

Packers bei den Vikings: Woche 1 im TV

Am Sonntag, 13.09.2026, um 22:25 Uhr deutscher und österreichischer Zeit spielen die Packers beim Divisionsrivalen Minnesota. Übertragen wird bei RTL, Sky oder RTL+ – welcher Sender welches Spiel zeigt, steht im TV-Plan für diese Woche.

Krafts erklärtes Ziel war, ohne Einschränkung dort zu stehen. Ob die Packers das genauso sehen, zeigt die Snapzahl – und die steht nach dem Spiel im Box Score mit Fantasy-Auswertung.

Am selben Tag hat übrigens ein zweiter Tight End verlängert: Michael Mayer bei den Raiders, für drei Jahre und 45 Millionen Dollar.

Fantasy-Take

Wer Kraft als TE1 gedraftet hat, muss nichts tun – sollte die ersten Wochen aber als Anlaufphase einplanen. Kraft hat selbst gesagt, dass die Packers seine Snapzahl voraussichtlich bis zur Saisonmitte begrenzen. Die Rolle spricht für ihn: Vor dem Kreuzbandriss stand er in neun Wochen bei 32 Fängen, 489 Yards und sechs Touchdowns und war in der Red Zone die erste Adresse. Der Vertrag ändert daran nichts, er bestätigt es. In Woche 1 bei den Vikings ist die Snapzahl die Kennzahl, auf die es ankommt – nicht der Statistikertrag.