Michael Wilson bei den Cardinals verlängert: Drei Jahre, 75 Millionen Dollar – 47 Millionen davon garantiert

Noch am Vortag stand hier, der wahrscheinlichste Weg für Michael Wilson sei die Saison im letzten Jahr seines Rookie-Vertrags. Jetzt ist es anders gekommen: Die Arizona Cardinals verlängern mit ihrem besten Receiver der Vorsaison um drei Jahre und bis zu 75 Millionen Dollar – 47 Millionen davon garantiert.

Die Arizona Cardinals und Wide Receiver Michael Wilson haben sich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Zuerst gemeldet hat es ESPN-Insider Adam Schefter, die finanziellen Details lieferte NFL-Network-Reporter Ian Rapoport nach – die Cardinals selbst haben die Einigung am 3. September offiziell bestätigt.

Es ist eine Verlängerung um drei Jahre, die Wilson bis einschließlich der Saison 2029 an Arizona bindet. Laut Vereinsmitteilung ist der Vertrag 75 Millionen Dollar wert, davon 47 Millionen Dollar garantiert – nach übereinstimmender Reporter-Berichterstattung liegt die Obergrenze mit Anreizen bei bis zu 78 Millionen, im Schnitt rund 25 Millionen Dollar pro Jahr.

Erst gestern hatten wir Wilson noch in unserer Übersicht der ungelösten Vertragsfälle geführt: Der wahrscheinlichste Weg schien, dass er sein letztes Rookie-Vertragsjahr spielt und danach als gefragter Free Agent auf den Markt geht. Innerhalb weniger Stunden hat sich das erledigt.

Warum die Cardinals nicht gewartet haben

Die Zahlen aus der Vorsaison erklären die Eile. Wilson kam 2025 auf 78 Fangversuche, 1.006 Yards Raumgewinn und sieben Touchdowns in 17 Spielen (13 davon in der Startaufstellung) – seine erste 1.000-Yard-Saison und der beste Wert unter allen Cardinals-Receivern. Sein bestes Einzelspiel: 15 Fänge für 185 Yards gegen die San Francisco 49ers.

Besonders stark lief es, nachdem Jacoby Brissett ab dem sechsten Spiel der Saison 2025 als Quarterback übernahm: In den letzten acht Spielen kam Wilson auf 56 Fänge, 775 Yards und sechs Touchdowns – mehr als drei Viertel seiner gesamten Saisonproduktion. Kyler Murray, der bis dahin gestartet hatte, wurde für den Rest der Saison geschont und im Frühjahr 2026 von den Cardinals entlassen; Brissett geht als etablierter Starter in die Saison 2026.

Damit hat der 2023 in der dritten Runde gedraftete Stanford-Absolvent auf der Depth Chart auch Marvin Harrison Jr. hinter sich gelassen – den Erstrunden-Pick des Vorjahres, der 2025 mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Mit rund 25 Millionen Dollar pro Saison steht Wilson nun unter den bestbezahlten 25 Wide Receivern der Liga.

Was das Timing bedeutet

Dass die Einigung noch vor Saisonstart gelang, ist bemerkenswert – General Manager Monti Ossenfort und Wilsons Seite hatten laut Berichten schon während des Trainingslagers Interesse an einem Abschluss signalisiert, waren sich zwischenzeitlich aber über die Höhe nicht einig. Cardinals-Cheftrainer Mike LaFleur – seit dieser Offseason im Amt, als Nachfolger des entlassenen Jonathan Gannon – kommentierte die Einigung so: „Es ist großartig für die Cardinals. Es ist großartig für seine Mitspieler, für die Kabine.“ Wilson selbst sagte: „Es hat mich noch nicht ganz erreicht. Der Bundesstaat Arizona, dieser Verein – sie bedeuten mir alles.“

Für Arizona ist die Verlängerung ein klares Signal: Nach der Verpflichtung von Tight End Trey McBride im April 2025 investiert der Verein damit ein weiteres Mal sichtbar in seine Passspiel-Waffen – für eine Offense, die 2026 von einem neuen Cheftrainer geformt wird und in der Jacoby Brissett statt Kyler Murray der Quarterback ist.

🔴 Einordnung: Laufzeit, Gesamtsumme (75 Millionen) und Garantiesumme (47 Millionen) sind mittlerweile durch die offizielle Vereinsmitteilung der Cardinals bestätigt. Nicht offiziell bestätigt sind dagegen die Anreize bis zu 78 Millionen sowie die genaue Aufteilung von Signing Bonus und Cap-Belastung pro Jahr – diese Details stammen weiterhin nur aus Reporter-Berichterstattung (Schefter/Rapoport).

Fantasy-Take

Ein klar positives Signal für Wilsons Fantasy-Wert: Die Verlängerung bestätigt, was seine Zahlen unter Jacoby Brissett in der zweiten Saisonhälfte 2025 schon andeuteten – er ist der Passspiel-Anker in Arizona, nicht Marvin Harrison Jr. Wer in Redraft- oder Dynasty-Ligen zwischen den beiden Cardinals-Receivern wählt, bekommt mit diesem Vertrag ein starkes Argument für Wilson als das sicherere Ziel in der Offense von Brissett und dem neuen Cheftrainer Mike LaFleur – unabhängig vom Draft-Kapital, das in Harrison Jr. steckt.