Jalen Carter: Eagles verlängern für 152 Millionen Dollar – teuerster Defensive Tackle der NFL
Die Philadelphia Eagles binden Defensive Tackle Jalen Carter bis 2031: vier Jahre, 152 Millionen US-Dollar, 106 Millionen davon garantiert. Mit 38 Millionen Dollar pro Jahr ist der 25-Jährige der bestbezahlte Defensive Tackle der NFL-Geschichte.
Die Philadelphia Eagles haben Defensive Tackle Jalen Carter langfristig gebunden. Beide Seiten einigten sich am 28. Juli 2026 auf eine Verlängerung über vier Jahre und 152 Millionen US-Dollar; 106 Millionen davon sind garantiert. Werden alle Boni erreicht, kann der Vertrag auf bis zu 160 Millionen steigen. ESPN-Reporter Adam Schefter meldete die Einigung zuerst, die Eagles bestätigten sie anschließend selbst. Carter ist damit bis einschließlich der Saison 2031 in Philadelphia unter Vertrag.
Mit einem Jahresdurchschnitt von 38 Millionen Dollar ist er der bestbezahlte Defensive Tackle der NFL-Geschichte. Der Markt auf dieser Position hat sich damit innerhalb eines Monats zweimal verschoben: Erst hatte Jeffery Simmons von den Tennessee Titans mit drei Jahren und 105,8 Millionen Dollar (100 Millionen garantiert) eine neue Bestmarke von 35,2 Millionen pro Jahr gesetzt. Carter liegt jetzt fast drei Millionen darüber. Chris Jones von den Kansas City Chiefs, jahrelang die Referenz auf dieser Position, steht bei 31,75 Millionen.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Ende April 2026 hatten die Eagles bereits die Fifth-Year-Option gezogen und Carter damit ohnehin bis 2027 gebunden. Die Verlängerung setzt vier weitere Jahre obendrauf – geklärt vor dem Start des Trainingscamps und damit ohne monatelange Hängepartie.
Carter kam 2023 als neunter Pick der ersten Runde von der University of Georgia nach Philadelphia. In drei Spielzeiten steht er bei 43 Spielen, 13,5 Sacks, 108 Tackles und 25 Tackles for Loss. 2024 wurde er ins All-Pro-Team gewählt, 2024 und 2025 jeweils in den Pro Bowl.
Die Saison 2025 war dabei seine bislang schwierigste: Verletzungen an Schulter und Ferse kosteten ihn sechs Spiele, am Ende standen elf Einsätze und drei Sacks. Dazu kam ein Zwischenfall gleich im Saisonauftakt gegen Dallas, bei dem Carter früh vom Platz gestellt wurde, weil er Cowboys-Quarterback Dak Prescott angespuckt hatte. Eine zusätzliche Strafe der Liga folgte nicht.
Dass die Eagles trotzdem so viel Geld in die Hand nehmen, hat einen statistischen Hintergrund, den man kennen muss: Drei Sacks stehen bei Carter 41 Pressures gegenüber – also 41 Situationen, in denen er den gegnerischen Quarterback unter Druck setzte, ohne ihn zu Boden zu bringen. Für einen Defensive Tackle ist genau das der Normalfall. Er steht in der Mitte der Defensive Line, bindet dort regelmäßig zwei Blocker und öffnet damit die Lücken, in denen die Edge Rusher von außen zum Abschluss kommen. Wer die Leistung eines Defensive Tackle allein an Sacks misst, misst die falsche Zahl.
Für Philadelphia bedeutet der Vertrag Planungssicherheit im Interior Pass Rush – und einen weiteren großen Posten in einer Gehaltsstruktur, die in den kommenden Jahren wenig Spielraum für Fehler lässt.
Für klassische Fantasy-Ligen ohne Bedeutung: Als Defensive Tackle liefert Carter keine Statistiken, die in Standardformaten gewertet werden. Nur in IDP-Ligen (Individual Defensive Player) überhaupt ein Thema – und auch dort sind Defensive Tackles selten verlässliche Punktelieferanten, weil ihre eigentliche Leistung in Doppelblocks und Pressures liegt und nicht in Tackles oder Sacks.