Deebo Samuel kehrt zu den 49ers zurück: ein Jahr, bis zu 7 Millionen Dollar

Nach einem Jahr in Washington ist Deebo Samuel zurück in San Francisco. Der Einjahresvertrag ist auf bis zu sieben Millionen US-Dollar dotiert – Auslöser ist die Knieverletzung von Ricky Pearsall.

Deebo Samuel spielt wieder für die San Francisco 49ers. Der Wide Receiver und das Team einigten sich auf einen Vertrag über ein Jahr, dotiert auf bis zu sieben Millionen US-Dollar. Ian Rapoport von NFL Media meldete die Einigung am 30. Juli 2026; der Grundwert des Vertrags wurde nicht offengelegt.

Es ist eine Rückkehr nach genau einer Saison Pause. Im März 2025 hatten die 49ers Samuel auf seinen eigenen Wunsch hin nach Washington abgegeben und dafür einen Fünftrundenpick erhalten. Bei den Commanders kam er 2025 in 16 Spielen auf 72 gefangene Bälle für 727 Yards und fünf Touchdowns, dazu 17 Läufe für 75 Yards und einen weiteren Touchdown.

Der Auslöser für die Verpflichtung sitzt im Knie eines anderen. Ricky Pearsall, Erstrundenpick von 2024, hat nach nur zwei Trainingseinheiten eine Schwellung im rechten Knie entwickelt. Sie hängt mit einer Verletzung des hinteren Kreuzbands zusammen, die ihn bereits 2025 acht Spiele gekostet hatte. Einen Zeitplan für seine Rückkehr gibt es nicht, das Team prüft nach eigenen Angaben alle Optionen.

Samuel trifft damit auf eine Empfangsgruppe, die San Francisco in dieser Offseason ohnehin umgebaut hat: Mike Evans und Christian Kirk sind neu dazugekommen, Jauan Jennings war schon da. Der 30-Jährige kommt als Ergänzung, nicht als gesetzter Starter.

Was ihn dabei von einem gewöhnlichen Ersatzmann unterscheidet, ist seine Rolle. Samuel wird als Wide Receiver geführt, wird aber seit Jahren auch als Ballträger eingesetzt – er bekommt Handoffs wie ein Running Back. Diese Doppelrolle machte ihn 2021 zum First-Team All-Pro, als er 1.405 Receiving Yards sammelte und nebenbei zu den produktivsten Läufern seiner Position gehörte. Kyle Shanahans Offense ist genau darauf gebaut, und Samuel kennt sie aus sechs Jahren.

Die Höhe des Vertrags ordnet die Erwartung ein. Sieben Millionen Dollar für ein Jahr sind das Niveau eines Ergänzungsspielers; zum Vergleich hat Chris Olave bei den New Orleans Saints einen Tag zuvor rund 33 Millionen Dollar im Jahresdurchschnitt unterschrieben. San Francisco kauft hier keinen neuen Nummer-eins-Receiver, sondern Tiefe für eine Position, an der gerade ein Ausfall droht – zu einem Preis, der nicht wehtut, wenn Pearsall doch rechtzeitig gesund wird.

Fantasy-Take

Interessant, aber nicht früh zu draften. Kurzfristig öffnet Pearsalls Knie eine Tür, und Samuel kennt die Offense besser als jeder andere im Raum. Gegen ihn spricht die Konkurrenz: Mike Evans, Christian Kirk und Jauan Jennings sind vor ihm, und ein Einjahresvertrag über sieben Millionen ist die Bezahlung für einen Ergänzungsspieler, nicht für einen Volumengaranten. Der Sonderfall bleibt seine Doppelrolle: Weil er auch Läufe bekommt, hat er in PPR-Ligen eine Grundlast, die ein reiner Slot-Receiver nicht hat. Auf die Beobachtungsliste, nicht ins Startaufgebot – und die Meldungen zu Pearsall verfolgen.