Was ist die Moneyline beim American Football?
Die Moneyline ist die einfachste Wettform: Es zählt nur, wer gewinnt – unabhängig vom Punkteabstand. Favorit und Underdog werden über ein Plus- oder Minus-Zahlenformat markiert, das zugleich die Auszahlung bestimmt.
Während der Point Spread den Punkteabstand einbezieht, fragt die Moneyline nur eines: Wer gewinnt das Spiel? Kein Handicap, kein „Covern" – ein Sieg reicht, egal mit wie viel Vorsprung.
Wie liest man eine Moneyline?
Wie beim Spread stehen Favorit und Underdog mit Minus beziehungsweise Plus da – hier bedeuten die Zahlen aber etwas anderes: Sie geben die US-Odds an, also wie viel man gewinnt oder einsetzen muss.
- Ein Minuswert (z. B. -150) zeigt den Favoriten: Die Zahl sagt, wie viel man einsetzen müsste, um 100 Einheiten zu gewinnen.
- Ein Pluswert (z. B. +130) zeigt den Underdog: Die Zahl sagt, wie viel man bei einem Einsatz von 100 Einheiten gewinnen würde.
US-Odds und Dezimalquote im Vergleich
Außerhalb der USA werden Quoten meist als Dezimalzahl angegeben – der Betrag, der pro eingesetzter Einheit inklusive Einsatz zurückkommt. Beide Formate beschreiben dieselbe Sache, nur anders gerechnet:
| US-Odds | Dezimalquote |
|---|---|
| -150 (Favorit)Rechnung: 100/150 + 1 | 1,67 |
| -200 (klarer Favorit)Rechnung: 100/200 + 1 | 1,50 |
| +130 (Underdog)Rechnung: 130/100 + 1 | 2,30 |
| +400 (Außenseiter)Rechnung: 400/100 + 1 | 5,00 |
Warum zahlen beide Seiten nicht symmetrisch aus?
Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten beider Seiten einer Moneyline, kommt man auf mehr als 100 Prozent. Diese Differenz ist die Marge des Anbieters – oft „Vig" oder „Juice" genannt –, der eingebaute Abstand, über den sich ein Wettanbieter finanziert, unabhängig davon, wer gewinnt.