Was bedeuten Favorit und Underdog? Die -3,5 einfach erklärt
Favorit und Underdog beschreiben, welches Team als stärker beziehungsweise schwächer eingeschätzt wird. Das Minuszeichen (z. B. -3,5) kennzeichnet den Favoriten, das Pluszeichen (+3,5) den Underdog – bei Point Spread und Moneyline allerdings mit jeweils eigener Bedeutung.
„Favorit" und „Underdog" sind die zwei Grundbegriffe, auf denen so gut wie jede Wettform im American Football aufbaut. Verwirrend wird es, weil dieselben Vorzeichen – Minus und Plus – je nach Wettform unterschiedliche Zahlen bedeuten.
Favorit und Underdog beim Point Spread
Beim Point Spread zeigt das Vorzeichen den erwarteten Punkteabstand: Team A -3,5 heißt, Team A ist Favorit und muss um mehr als 3,5 Punkte gewinnen. Team B +3,5 heißt, Team B ist Underdog und darf um bis zu 3,5 Punkte verlieren – die Wette geht in beiden Fällen für die jeweilige Seite auf, wenn diese Marke gehalten wird.
Favorit und Underdog bei der Moneyline
Bei der Moneyline zeigt dasselbe Vorzeichen etwas anderes: keinen Punkteabstand, sondern das Auszahlungsverhältnis. Ein Minuswert wie -150 macht ein Team zum Favoriten und bedeutet einen geringeren möglichen Gewinn im Verhältnis zum Einsatz; ein Pluswert wie +130 macht ein Team zum Underdog mit höherem möglichem Gewinn.
Woher kommt die Einschätzung Favorit/Underdog überhaupt?
Die Einordnung als Favorit oder Underdog basiert unter anderem auf Team-Bilanzen, Heimvorteil, historischen Duellen und der Verletzungslage. Sie ist keine feste Tatsache, sondern eine Markteinschätzung, die sich bis zum Anpfiff verändern kann – etwa wenn ein wichtiger Spieler kurzfristig als fraglich oder ausfallend gemeldet wird.