Matthew Bergeron: Falcons verlängern für 96 Millionen Dollar – vier Jahre für den Guard

Die Atlanta Falcons verlängern mit Guard Matthew Bergeron: vier Jahre, 96 Millionen Dollar. Damit zieht er mit der Spitze des gesamten Guard-Marktes gleich.

Die Atlanta Falcons haben Guard Matthew Bergeron langfristig gebunden. Beide Seiten einigten sich auf eine Verlängerung über vier Jahre und 96 Millionen US-Dollar. Gemeldet wurde die Einigung am 1. August 2026 von Mike Garafolo (NFL Network) und Jeremy Fowler (ESPN) – zwei Reportern, die unabhängig voneinander berichten. Der Jahresdurchschnitt liegt damit bei 24 Millionen Dollar.

Diese Zahl ordnet den Vertrag ein. Laut CBS Sports ist Tyler Smith von den Dallas Cowboys mit ebenfalls 24 Millionen Dollar im Jahr der bestbezahlte Guard der Liga; Bergeron zieht also mit der Spitze seiner Position gleich, statt sie zu überbieten. Bemerkenswerter ist der Blick nach nebenan: Sein Nebenmann Chris Lindstrom unterschrieb 2023 fünf Jahre über 102,5 Millionen und liegt bei 20,5 Millionen pro Jahr. Der jüngere Bergeron verdient ab sofort mehr als der etablierte Lindstrom – in nur drei Jahren hat sich der Markt so weit bewegt.

Warum eine solche Summe für diese Position erklärungsbedürftig ist, hat mit der Natur des Jobs zu tun. Ein Guard steht in der Offensive Line direkt neben dem Center, also im Zentrum der Formation. Er taucht in keiner Statistik auf: keine Yards, keine Touchdowns, keine Tackles. Seine Leistung besteht darin, dass nichts passiert – dass der Quarterback nicht von innen unter Druck gerät und dass sich für den Running Back eine Lücke öffnet. Lange galten Guards deshalb als die Position, an der man spart, während das Geld an die Tackles außen ging. Diese Rechnung stellen die Teams gerade neu auf: Innendruck erreicht den Quarterback schneller als Druck von außen, weil der Weg kürzer ist – und ein Quarterback kann einem Rusher von innen nicht ausweichen, ohne in den nächsten zu laufen.

Bergeron kam 2023 aus Syracuse zu den Falcons und stand auf einem Rookie-Vertrag über vier Jahre und knapp neun Millionen Dollar. Der lief nach dieser Saison aus – ohne Verlängerung wäre er im Frühjahr 2027 auf den freien Markt gekommen, wo ein Guard seines Kalibers eine Auktion ausgelöst hätte. Atlanta hat diese Auktion abgesagt, bevor sie stattfinden konnte.

Damit ist es die dritte große Bindung der Falcons in dieser Offseason: Wide Receiver Drake London und Tight End Kyle Pitts wurden bereits im Juni verlängert. Das Muster dahinter ist erkennbar – Atlanta sichert die eigenen Draftpicks, bevor sie den Markt sehen.

Sportlich geht es um mehr als einen einzelnen Spieler. Sports Illustrated zählte das Duo Lindstrom und Bergeron im Juli zu den fünf besten Guard-Paarungen der Liga und stellte zugleich die Frage, ob Atlanta sich beide leisten könne. Diese Frage ist jetzt beantwortet: Ja – zum Preis von zusammen 44,5 Millionen Dollar pro Jahr allein für zwei Innenpositionen der Offensive Line.

Fantasy-Take

Ohne direkte Bedeutung. Guards erzielen in Standard-Fantasy-Ligen keine Punkte, und auch in IDP-Formaten kommen sie nicht vor – die Position wird schlicht nicht gewertet. Der einzige Fantasy-Bezug ist indirekt: Eine stabile Offensive Line ist die Voraussetzung für ein funktionierendes Laufspiel, und davon lebt in Atlanta Bijan Robinson. Dass die Falcons ihre beiden Guards langfristig zusammenhalten, ist für Robinson-Besitzer eine gute Nachricht – aber keine, die eine Draft-Entscheidung verändert.