Geschichte & Identität
Gegründet wurde die Franchise 1953 – allerdings nicht in Indianapolis, sondern in Baltimore an der US-Ostküste. Als Baltimore Colts wurde das Team schnell zu einer der prägenden Mannschaften der frühen NFL. Schon 1958 und 1959 gewann Baltimore die NFL-Meisterschaft, damals noch vor Einführung des Super Bowls. Das Endspiel von 1958 gegen die New York Giants ging als „The Greatest Game Ever Played" in die Geschichte ein und machte die junge Liga landesweit populär.
Der erste Super-Bowl-Titel folgte im Januar 1971 mit dem Sieg in Super Bowl V gegen die Dallas Cowboys – noch immer als Baltimore Colts. Doch 1984 kam der große Bruch: In einer berüchtigten Nacht-und-Nebel-Aktion ließ Besitzer Robert Irsay das komplette Team über Nacht mit Umzugswagen nach Indianapolis bringen. Fans in Baltimore wachten auf, ohne dass ihr Klub noch existierte. Seitdem spielt die Franchise als Indianapolis Colts.
In Indianapolis begann nach mageren Jahren ab Ende der 1990er eine goldene Ära. Mit einem überragenden Quarterback wurde das Team zur festen Größe unter den NFL-Spitzenmannschaften und krönte diese Zeit im Februar 2007 mit dem Sieg in Super Bowl XLI gegen die Chicago Bears – dem bislang einzigen Titel unter Indianapolis-Flagge. Die Colts sind damit eines von nur zwei Teams, das den Super Bowl in zwei verschiedenen Städten gewann.
Bekannte Namen
Die größte Legende der Baltimore-Ära ist Johnny Unitas, einer der besten Quarterbacks der NFL-Geschichte und Gesicht des berühmten Meisterschaftsspiels von 1958. Er prägte das Passspiel der Liga über Jahre.
In Indianapolis steht ein Name über allem: Peyton Manning. Der Quarterback führte die Colts von 1998 bis 2011 zu jahrelanger Dominanz und zum Super-Bowl-Titel 2007 und gilt als einer der intelligentesten Spielmacher überhaupt. Zu seinen wichtigsten Anspielstationen zählten die Wide Receiver Marvin Harrison und Reggie Wayne, beide Rekordfänger und Publikumslieblinge in Indianapolis.
Aktuell (Stand 2026) ist Running Back Jonathan Taylor der Star des Teams – einer der besten Läufer der Liga, mehrfacher Pro-Bowl-Teilnehmer und Anführer des Angriffs. Auf der Quarterback-Position setzen die Colts auf Daniel Jones, der vor der Saison zum Stammspieler bestätigt wurde.
Warum die Colts?
Die Colts sind ein guter Einstieg für alle, die eine Mannschaft mit großer Tradition, aber ohne erdrückenden Erwartungsdruck suchen. Die Ära Peyton Manning bietet reichlich Material zum Nachschauen und Verlieben, während das heutige Team mit Jonathan Taylor einen echten Star und den Ehrgeiz hat, wieder nach oben zu kommen.
Spannung ist in der AFC South garantiert: Die Division-Duelle mit den Houston Texans und den Tennessee Titans sind hitzig, dazu kommt das historische Kräftemessen mit den New England Patriots, das durch die legendären Duelle zwischen Peyton Manning und Tom Brady zu einer der größten Quarterback-Rivalitäten der NFL-Geschichte wurde.
Wer sich für die Colts entscheidet, bekommt ein bodenständiges Football-Publikum, ein modernes Stadion mit Dach und eine Geschichte voller großer Namen – ideal, um Woche für Woche mitzufiebern.