Chris Olave verlängert bei den Saints: vier Jahre, bis zu 132 Millionen Dollar
Die New Orleans Saints binden Wide Receiver Chris Olave langfristig: vier Jahre, bis zu 132 Millionen US-Dollar, davon 90 Millionen garantiert. Mit rund 33 Millionen im Jahresschnitt gehört der 26-Jährige zu den fünf bestbezahlten Receivern der Liga.
Die New Orleans Saints haben sich mit Wide Receiver Chris Olave auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Der Deal läuft über vier Jahre und ist auf bis zu 132 Millionen US-Dollar dotiert, 90 Millionen davon sind garantiert. Das entspricht einem Jahresdurchschnitt von rund 33 Millionen Dollar. Gemeldet wurde die Einigung am 30. Juli 2026 von ESPN unter Berufung auf Olaves Berater Drew und Jason Rosenhaus; die Saints haben die Verlängerung anschließend selbst bestätigt.
Olave stand im letzten Jahr seines Rookievertrags. Die Saints hatten ihn 2022 an elfter Stelle der ersten Runde aus Ohio State geholt und im Frühjahr die Fifth-Year-Option gezogen. Ohne diese Einigung wäre er nach der Saison 2026 auf den freien Markt gekommen.
Bei der Einordnung der Summe lohnt ein Blick auf die Struktur statt auf die Schlagzeile. NFL-Verträge sind grundsätzlich nicht in voller Höhe garantiert: Ein Team kann einen Spieler jederzeit entlassen und schuldet ihm dann nur den garantierten Teil. Die 132 Millionen sind deshalb der theoretische Höchstwert, wenn alle Jahre und Boni erfüllt werden. Die belastbare Zahl sind die 90 Millionen Dollar Garantie – das ist das Geld, das Olave in jedem Fall bekommt, und daran misst man in der NFL, wie hoch ein Team einen Spieler tatsächlich einschätzt.
Im Markt der Wide Receiver ordnet ihn das weit oben ein. An der Spitze stehen Jaxon Smith-Njigba (Seattle) mit 42,15 Millionen Dollar Jahresgehalt und Ja'Marr Chase (Cincinnati) mit 40,25 Millionen, dahinter Justin Jefferson (Minnesota) mit 35 und CeeDee Lamb (Dallas) mit 34 Millionen. Olave liegt mit seinen 33 Millionen gleichauf mit DK Metcalf (Pittsburgh) und damit unter den fünf bestbezahlten Receivern der Liga.
Sportlich kommt er aus seiner besten Saison. 2025 fing er 100 Pässe bei 156 Zuspielversuchen, kam auf 1.163 Yards und neun Touchdowns – in allen drei Kategorien Karrierebestwerte – und wurde ins zweite All-Pro-Team gewählt. Über seine vier Profijahre stehen 291 gefangene Bälle, 3.728 Yards und 19 Touchdowns zu Buche. In seinen ersten beiden Saisons führte er die Saints jeweils in beiden Receiving-Kategorien an und knackte zweimal die 1.000-Yard-Marke.
Bemerkenswert daran ist der Umstand, unter dem diese Zahlen entstanden sind: In vier Jahren spielte Olave mit sechs verschiedenen Startern auf der Quarterback-Position. Kontinuität im Passspiel gab es in New Orleans zu keinem Zeitpunkt.
Das Risiko, das die Saints eingehen, liegt woanders. Olave hat in seiner Karriere vier Gehirnerschütterungen erlitten; 2024 verpasste er nach zwei Gehirnerschütterungen innerhalb einer Saison neun Spiele. General Manager Mickey Loomis hat die Verletzungshistorie in den Verhandlungen offen als Faktor benannt – dass am Ende trotzdem 90 Millionen garantiert fließen, zeigt, wie hoch New Orleans die Produktion gewichtet.
Klare Bestätigung, keine Überraschung: Olave bleibt der Nummer-1-Receiver in New Orleans, und ein Team, das 90 Millionen garantiert, baut die Offense um diesen Spieler herum. Die relevante Zahl für den Draft ist nicht das Gehalt, sondern die 156 Zuspielversuche aus 2025 – das ist Volumen auf WR1-Niveau, und es kam zustande, obwohl das Passspiel der Saints seit Jahren instabil ist. Der Risikopunkt bleibt die Gesundheit: Vier Gehirnerschütterungen in vier Jahren und neun verpasste Spiele allein 2024 sind ein Muster, kein Zufall. Wer ihn draftet, sollte einen Ersatz für die Bänke einplanen.