NFL 2026: Roster Cuts kommen 46 Stunden früher als gewohnt
Die NFL zieht den Cut-Down-Termin 2026 deutlich vor: Teams müssen ihre Kader bereits am Sonntag, 30. August um 18:00 Uhr ET auf 53 Spieler reduzieren – fast zwei Tage früher als in den Vorjahren. Grund ist ein ungewöhnlicher Saisonstart an einem Mittwoch.
Der Countdown im Training Camp 2026 läuft unter veränderten Vorzeichen. Weil die Regular Season diesmal nicht am gewohnten Donnerstagabend, sondern am Mittwoch, 9. September beginnt – mit dem Super-Bowl-Rematch Seattle Seahawks gegen New England Patriots –, hat die NFL die finale Roster-Deadline um 46 Stunden vorgezogen. Statt wie zuletzt am Dienstagnachmittag vor dem Labor-Day-Wochenende müssen die 32 Teams ihre Kader nun bereits am Sonntag, 30. August um 18:00 Uhr ET von 90 auf 53 Spieler trimmen.
Seit 2023 gibt es nur noch einen einzigen Cut-Schritt: Von maximal 90 Spielern im Camp geht es direkt auf den finalen 53-Mann-Kader. Spieler, die am Stichtag gewaivt werden, können bis Montag, 13:00 Uhr ET per Waiver Claim von anderen Teams beansprucht werden. Der frühere Termin komprimiert den Zeitplan spürbar und dürfte auch Einfluss darauf haben, wie risikofreudig Coaches ihre Starter im letzten Preseason-Spiel einsetzen.
Die Camps selbst starten gestaffelt. Den frühesten Rookie-Meldetermin der Liga haben die amtierenden Super-Bowl-Champions, die Seattle Seahawks: 17. Juli. Die San Francisco 49ers folgen am 18. Juli. Den frühesten Veteran-Termin teilen sich die Arizona Cardinals und die Carolina Panthers, die bereits am 22. Juli anreisen – sie treffen beim Hall of Fame Game am 6. August in Canton, Ohio aufeinander. Der universelle Veteran-Meldetermin für den Rest der Liga ist der 28. Juli.
Auf dem Feld wird 2026 intensiv gekämpft. 28 der 32 Teams planen Joint Practices – ein Format, das unter Coaches wegen seiner kontrollierten, aber wettbewerbsintensiven Atmosphäre immer beliebter wird. Besonders unter Beobachtung steht etwa Alvin Kamara bei den New Orleans Saints: Der Veteran verbuchte 2025 Karrieretiefstände bei Rush- und Receiving-Yards, hat einen massiven Cap-Hit, und New Orleans hat jüngere Runningbacks in der Pipeline. Die Vertragsmathematik macht ihn zu einem der prominentesten Cut-Kandidaten der diesjährigen Offseason.
Alvin Kamara ist aufgrund seiner sinkenden Produktionswerte und des hohen Cap-Hits ein ernsthafter Cut-Kandidat in New Orleans – Fantasy-Manager sollten seine Situation im Camp genau verfolgen und Alternativen in der Saints-Backfield-Pipeline im Auge behalten.