Sorsby einigt sich mit NFL: Draft-Berechtigung 2027 gesichert
Brendan Sorsby, der QB mit Wett-Skandal-Vergangenheit, hat sich mit NFL und NFLPA auf einen Vergleich geeinigt. Damit ist seine Berechtigung für den NFL Draft 2027 offiziell festgeschrieben – faktisch handelt es sich um eine einjährige Sperre.
Die NFL informierte alle Teams per Memo: Brendan Sorsby gilt gemäß Liga- und CBA-Regeln als „Draft-Eligible" für den NFL Draft 2027. Bis zum Abschluss dieses Drafts darf er keinen Spielervertrag unterzeichnen. Der Vergleich, an dem auch die NFLPA beteiligt war, legt alle rechtlichen Ansprüche im Zusammenhang mit der Entscheidung der Liga bei, keinen Supplemental Draft abzuhalten – einem Schritt, gegen den Sorsbys Rechtsteam mit dem Argument geklagt hatte, die Ablehnung verstoße gegen den Collective Bargaining Agreement. Der Weg zu dieser Einigung war lang und turbulent. Sorsby hatte als Student-Athlete bei Indiana, Cincinnati und Texas Tech Tausende von Wetten im Wert von mindestens 90.000 Dollar abgeschlossen, wie Gerichtsunterlagen belegen. Als Texas Tech im April bekanntgab, dass Sorsby wegen Spielsucht in Behandlung sei, kam seine NCAA-Berechtigung ins Wanken. Eine einstweilige Verfügung eines texanischen Richters vom 8. Juni schien zunächst den Weg für eine weitere Saison bei Texas Tech freizumachen – doch nachdem die Big 12 am 15. Juni rechtliche Schritte einleitete, zog sich Sorsby zurück und bewarb sich für den Supplemental Draft. Die NFL lehnte ab, der Rechtsstreit folgte. Die NFL wird Sorsby für sein bekanntes Fehlverhalten im College nicht gesondert bestrafen. Allerdings behält sich die Liga das Recht vor, sein Verhalten über die bisherigen öffentlichen Unterlagen hinaus zu untersuchen. Frühere Vergehen können bei künftigen Verstößen strafverschärfend berücksichtigt werden. Als Teil des Vergleichs darf Sorsby regulär am Pre-Draft-Prozess teilnehmen – inklusive Senior Bowl, Pro Day und Team-Besuchen. Die Einigung kommt einer de-facto-einjährigen Sperre auf allen Ebenen des Spiels gleich: College, NFL und CFL. Für den QB könnte sich das sportlich dennoch als günstige Fügung erweisen. Scouts hatten ihn vor der NFL-Deadline noch als potenziellen Erstrunden-Pick eingestuft – auf den meisten Boards noch vor Ty Simpson, dem späteren Pick Nummer 13. Im Draft-Jahrgang 2027 trifft er auf eine deutlich schwächere QB-Konkurrenz als 2026. Sorsby selbst erklärte in einem Statement: „Ich übernehme 100 Prozent Verantwortung für meine Taten. Ich hatte mein Glücksspielproblem nicht unter Kontrolle – erst als ich erwischt wurde, erkannte ich das. Deshalb konnte ich die nötige Hilfe bekommen und mich voll auf meine Genesung konzentrieren."
Für Dynasty-Manager ist Sorsby ein klarer Name auf dem Radar: Als potenzieller Erstrunden-QB in einer überdurchschnittlichen 2027er-Klasse mit vergleichsweise schwacher QB-Konkurrenz könnte er je nach Draft-Position ein wertvoller Stash sein – der Off-Field-Kontext bleibt jedoch ein ernstes Risikofaktor.