Puka Nacua: Rams-Extension wohl erst nach der Saison 2026
Die Vertragsverlängerung für Puka Nacua lässt auf sich warten: Laut ESPN-Reporterin Sarah Barshop deutet alles darauf hin, dass Los Angeles den Deal auf die Zeit nach der Saison 2026 verschiebt. Nacua würde damit im letzten Jahr seines Rookie-Vertrags auflaufen.
Noch vor wenigen Wochen schien eine vorzeitige Verlängerung möglich. Doch die Lage hat sich verändert: Die Rams haben im März Cornerback Trent McDuffie verpflichtet und im Juni per Trade Defensive End Myles Garrett geholt – beide Moves binden finanzielle Ressourcen und verschieben die Prioritäten. Barshop schreibt, die Tendenz gehe klar dahin, sich zunächst auf die Saison zu konzentrieren, bevor Extensions aus dem Draft-Jahrgang 2023 angegangen werden. Hinzu kommen Nebengeräusche aus der Offseason: Nacua hatte sich zu Beginn des Frühjahrs in eine Reha-Klinik wegen Alkohol- und Drogenabhängigkeit begeben. Auslöser war unter anderem der Vorwurf, er habe in der Silvesternacht eine Frau gebissen. Inzwischen ist er zurück bei den OTAs der Rams – sportlich also wieder im Tagesgeschäft angekommen. Was Nacua auf dem freien Markt wert wäre, zeigen die Vergleichsverträge: Der Deal von Jaxon Smith-Njigba bei den Seattle Seahawks (42,15 Millionen Dollar pro Jahr, 120 Millionen Dollar garantiert) gilt als Untergrenze. Analysten erwarten für Nacua einen Jahresschnitt von 43 Millionen Dollar oder mehr – womit er den aktuellen Spitzenwert von Ja'Marr Chase (40,25 Mio. pro Jahr) übertreffen würde. Allein im Jahr 2026 könnte der Cash-Flow rund 40 Millionen Dollar betragen. Die Rams verfügen über fast 30 Millionen Dollar an Cap-Space und könnten die anfänglichen Kosten eines solchen Deals grundsätzlich stemmen. Gleichwohl wissen sie, dass Nacuas Gehalt die Cash-Reserven erheblich belasten würde. Nacua selbst gibt sich betont entspannt: „Ich habe darüber ehrlich gesagt nicht wirklich nachgedacht. Ich spiele gerne Football. Für diese Organisation spielen zu können war großartig. Ich kann mir mich nirgendwo anders vorstellen."
Nacua bleibt einer der wertvollsten Dynasty-Assets unter den jungen Receivern – die Verzögerung bei der Extension erzeugt kurzfristig Unsicherheit, ändert aber nichts an seiner Rolle als klare Nummer eins in Los Angeles. Im Redraft 2026 ist er ein sicherer WR1-Kandidat, solange keine weiteren Komplikationen aus der Offseason entstehen.