NFL Offseason 2026: Die größten Trades, Deals und QB-Moves im Überblick
Myles Garrett zu den Rams, A.J. Brown zu den Patriots, Kyler Murray zu den Vikings – die NFL-Offseason 2026 hat es in sich. InsiderHuddle fasst die wichtigsten Moves zusammen, bevor die Teams ins Training Camp aufbrechen.
Der 1. Juni markierte den Höhepunkt einer turbulenten Offseason: Gleich zwei Blockbuster-Trades wurden an einem Tag vollzogen. Die Los Angeles Rams holten Edge Rusher Myles Garrett von den Cleveland Browns – und zahlten dafür einen First-Round-Pick 2027, einen Second-Round-Pick 2028, einen Third-Round-Pick 2029 sowie Jared Verse. Garrett hatte in der Saison 2025 mit 23 Sacks den NFL-Einzelsaison-Sackrekord aufgestellt und gilt damit als einer der wertvollsten Defensivspieler der Liga. Ebenfalls am 1. Juni landete Wide Receiver A.J. Brown bei den New England Patriots – Philadelphia bekommt dafür einen First-Round-Pick 2028 sowie einen Fifth-Rounder 2027. Brown trifft in New England auf Coach Mike Vrabel und gibt Quarterback Drake Maye ein erstklassiges Ziel neben Romeo Doubs. Die Rams haben sich in diesem Offseason zur aktivsten Franchise der Liga entwickelt. Bereits vor den Garrett- und Brown-Deals hatten sie All-Pro-Cornerback Trent McDuffie von den Kansas City Chiefs verpflichtet – für vier Draft-Picks inklusive des eigenen First-Rounders 2026 – und ihn anschließend mit einem Vier-Jahres-Vertrag über 124 Millionen Dollar ausgestattet. Dazu gesellte sich McDuffies früherer Chiefs-Teamkollege Jaylen Watson für drei Jahre und 51 Millionen Dollar. Los Angeles baut damit innerhalb kürzester Zeit eine der teuersten und talentiertesten Verteidigungen der NFL zusammen. Auf dem Vertragsmarkt sorgten mehrere Extensions für Schlagzeilen: Die Green Bay Packers banden Wide Receiver Christian Watson langfristig mit einem Vier-Jahres-Deal über 110,5 Millionen Dollar, inklusive 31 Millionen Dollar Signing Bonus. Kyle Pitts erhielt in Atlanta eine Drei-Jahres-Extension über 54 Millionen Dollar, Brenton Strange in Jacksonville über 48 Millionen Dollar für drei Jahre. Die New York Jets verlängerten sowohl mit Guard Joe Tippmann (vier Jahre, 66,4 Millionen Dollar, 34 Millionen garantiert) als auch mit Running Back Breece Hall, der nach anfänglichem Franchise Tag schließlich einen Drei-Jahres-Vertrag über 45,75 Millionen Dollar unterzeichnete. Defensive Tackle Dexter Lawrence wechselte von den Giants zu den Bengals – im Tausch gegen den 10. Pick im Draft 2026 – und unterschrieb dort eine Ein-Jahres-Extension über 28 Millionen Dollar. Die Quarterback-Landschaft hat sich in diesem Sommer grundlegend verändert. Kyler Murray und Tua Tagovailoa, beide auf Minimum-Verträgen von 1,3 Millionen Dollar für ein Jahr, wechselten zu den Minnesota Vikings beziehungsweise Atlanta Falcons – Zeichen dafür, wie tief beide nach ihren jeweiligen Abgängen gefallen sind. Arizona nahm für die Trennung von Murray satte 46 Millionen Dollar Dead Cap in Kauf. Malik Willis unterschrieb bei den Miami Dolphins einen Drei-Jahres-Vertrag über 67,5 Millionen Dollar, Aaron Rodgers heuerte bei den Pittsburgh Steelers für bis zu 25 Millionen Dollar für ein Jahr an. In Houston behielten die Texans zwar die Fifth-Year-Option für C.J. Stroud für 2027 und zahlen ihm insgesamt 31,6 Millionen Dollar über zwei Jahre – eine Vertragsverlängerung blieb jedoch aus, was laut ESPN ein deutliches Signal ist. OTAs und Pflicht-Minicamps sind inzwischen abgeschlossen, alle 32 Teams befinden sich in der Sommerpause. Die NFL hat die Training-Camp-Termine und -Orte für alle Franchises bekanntgegeben; 28 Teams werden in der Preseason an gemeinsamen Trainingseinheiten (Joint Practices) teilnehmen. Der nächste große Meilenstein der Offseason rückt damit näher.
A.J. Brown als klare Nummer-1-Option neben Romeo Doubs in New England macht ihn zu einem interessanten Re-Draft-Target – entscheidend wird sein, wie schnell er die Chemie mit Drake Maye entwickelt. Breece Hall behält seine Rolle als Jets-Starter und ist nach dem neuen Vertrag ein solider Baustein für Fantasy-Rosters.