Kyler Gordon: Bestbezahlter Slot-Corner der NFL – und auf dem Prüfstand
Die Chicago Bears haben Cornerback Kyler Gordon mit einer 40-Millionen-Dollar-Extension ausgestattet – doch nach einem von Verletzungen zerstörten Jahr 2025 hat der 25-Jährige noch nichts bewiesen. Jetzt steht er vor dem wichtigsten Sommer seiner Karriere.
Dreijahres-Extension, 40 Millionen Dollar, 31,25 Millionen garantiert: Die Bears haben Kyler Gordon zum bestbezahlten Slot-Corner der gesamten NFL gemacht – 13,3 Millionen Dollar im Schnitt pro Jahr, Vertragslaufzeit bis einschließlich 2028. Auf dem Papier ein Statement. In der Realität eine Wette auf einen Spieler, dessen Körper in der Saison 2025 kaum mitspielte. Denn Gordon absolvierte in der Regular Season 2025 gerade einmal drei Partien. Hamstring, Leiste, Wadenmuskel – ein Verletzungskarussell, das sich über die gesamte Spielzeit zog und ihn 14 Spiele kostete. In den Playoffs kehrte er zurück und lieferte immerhin eine solide Leistung: 10 Tackles, ein Sack, zwei Passes defensed – die Bears erreichten erstmals seit 2010 die Divisional Round. Doch ein Playoff-Gastspiel heilt keine Bedenken über Verfügbarkeit. Umso besorgniserregender ist die aktuelle Lage mit Blick auf das Training Camp 2026. Gordon kämpft weiterhin mit den Folgen seiner Weichteilverletzungen und wird den OTAs voraussichtlich fernbleiben. Das kommt bei Headcoach Ben Johnson gar nicht gut an – Berichten zufolge ist dieser bereits frustriert über Gordons mangelnde Anwesenheit. Bears-Reporter Brad Biggs bringt es auf den Punkt: „Es war ein nie endendes Problem – Leiste, Hamstring, Wade. Alles eskalierte, nachdem er seinen Vertrag bekommen hatte. Das gesamte garantierte Geld läuft Ende dieser Saison aus. Wenn er den Rest des Geldes sehen will, muss er zeigen, dass seine Verfügbarkeit eine seiner größten Stärken ist." Das Zeitfenster, in dem Gordon handeln muss, ist klar definiert: Rookies kehren am 25. Juli ins Training Camp zurück, Veterans werden ab dem 28. Juli erwartet. Nach der Saison 2026 haben die Bears zudem die Möglichkeit, durch einen Trade erheblich Cap Space freizuschaufeln – Gordon muss also nicht nur spielen, sondern auch überzeugen. Wenn er fit ist, hat er das Potenzial dazu: In der Saison 2024 zählte er laut Pro Football Focus unter allen Cornerbacks zu den Top 12 der Liga. Die Frage ist nicht sein Talent – die Frage ist sein Körper.