Was ist der Franchise Tag?
Mit dem Franchise Tag bindet ein NFL-Team einen auslaufenden Vertrag eines Topspielers für ein weiteres Jahr an sich – zu einem voll garantierten Gehalt, das sich am Durchschnitt der bestbezahlten Spieler seiner Position orientiert. So verhindert das Team den Verlust in der Free Agency und gewinnt Zeit für einen langfristigen Vertrag.
Wenn ein Star am Ende seines Vertrags steht, das Team ihn aber auf keinen Fall verlieren will, kommt oft ein besonderes Werkzeug ins Spiel: der Franchise Tag.
Was der Franchise Tag bedeutet
Mit dem Franchise Tag bindet ein Team einen auslaufenden Vertrag für ein weiteres Jahr – und verhindert so, dass der Spieler als Free Agent auf den Markt kommt. Im Gegenzug ist das Gehalt für dieses eine Jahr voll garantiert. Jedes Team darf pro Offseason nur einen einzigen Spieler taggen.
Was er kostet
Der Tag ist teuer: Das garantierte Gehalt richtet sich nach dem Durchschnitt der fünf bestbezahlten Spieler auf der Position des Getaggten – oder nach 120 Prozent seines alten Gehalts, je nachdem, was höher ist. Für einen Quarterback bedeutet das schnell über 40 Millionen Dollar für ein einziges Jahr. Dieses Geld zählt voll gegen die Salary Cap, die Gehaltsobergrenze der Liga.
Franchise Tag oder langfristiger Vertrag?
Meist ist der Tag nur eine Zwischenlösung. Teams nutzen ihn, um Zeit zu gewinnen und in Ruhe über einen mehrjährigen Vertrag zu verhandeln. Klappt das nicht, sind manche Spieler unzufrieden – einige verweigern das Training, um mehr Geld oder einen Trade zu erzwingen. Bis zu einer Frist im Sommer muss die Einigung stehen; sonst spielt der Spieler das Jahr zum Tag-Gehalt.
Kurz zum Mitnehmen
Der Franchise Tag hält einen Topspieler ein Jahr länger im Team – zu einem hohen, voll garantierten Gehalt. Er verhindert den Verlust in der Free Agency und verschafft beiden Seiten Zeit für den großen Vertrag.