Patriots-Star Gonzalez fordert 35 Mio. – Holdout droht
Christian Gonzalez will als Cornerback der New England Patriots langfristig entlohnt werden – doch die Vertragsverhandlungen stocken, und ein Holdout vor dem Training Camp wird immer wahrscheinlicher.
Der Vertragspoker zwischen den New England Patriots und Cornerback Christian Gonzalez spitzt sich zu. Trotz eingeschränkter Teilnahme am Pflicht-Minicamp – die 11-gegen-11-Einheiten saß er aus – konnte keine Einigung erzielt werden. Zuvor hatte Gonzalez bereits die freiwilligen OTAs im Frühjahr geschwänzt. Die Positionen beider Seiten liegen nach Angaben aus dem Umfeld des Teams weit auseinander. Dabei ist der Anspruch des 24-Jährigen nachvollziehbar: Gonzalez verdient in der Saison 2026 lediglich 4,8 Millionen Dollar – ein Bruchteil dessen, was Spitzen-Cornerbacks aktuell auf dem Markt erzielen. Nachdem die Rams Trent McDuffie mit 31 Millionen Dollar pro Jahr zum bestbezahlten Cornerback der Liga gemacht haben, fordert Gonzalez laut MassLive-Reporterin Karen Guregian mindestens 35 Millionen Dollar AAV. NFL-Insider Albert Breer von Sports Illustrated hält einen Deal über vier Jahre und 140 Millionen Dollar – also rund 35 Millionen pro Jahr – für fair und marktgerecht. Der entscheidende Stichtag ist laut ESPN-Reporter Mike Reiss der 24. Juli, an dem die Veteranen zum Training Camp erscheinen müssen. Kommt bis dahin kein Vertrag zustande, drohen empfindliche Tagesstrafen. Als Alternative gilt ein sogenannter „Hold-in": Gonzalez würde erscheinen, um Geldstrafen zu vermeiden, das Training aber verweigern. Patriots-Insider Greg Bedard rechnet nicht mit einem Deal vor dem Camp und geht davon aus, dass beide Seiten bereit sind, den Konflikt bis in den August auszutragen. „Ich würde bis zum Training Camp keinerlei Update erwarten", sagte Bedard. Coach Mike Vrabel gibt sich öffentlich gelassen und trennt die sportliche von der geschäftlichen Seite: „Der Vertrag ist die Business-Seite. Ich will nicht, dass irgendetwas die persönliche Seite beeinträchtigt. Ich will, dass Christian bereit ist, wenn er zurückkommt." NFL-Network-Insider Ian Rapoport sieht „gute Chancen", dass Gonzalez noch vor der regulären Saison einen neuen Vertrag erhält – einen unmittelbaren Abschluss erwartet er jedoch nicht. Dass ein Wechsel vom Tisch ist, deuten zumindest einige Signale an. Gonzalez selbst betonte beim Minicamp, er wolle als Patriot „entlohnt werden" und in New England bleiben. Zudem kaufte er zuletzt ein Haus in der Nähe des Patriots-Trainingsgeländes – ein Schritt, den Beobachter als Bekenntnis zur Franchise werten. Auf dem Feld hat Gonzalez seinen Wert zuletzt in der Postseason unterstrichen: Über vier Playoff-Spiele sammelte er eine Interception, einen Sack und sieben Pass-Deflections.
Solange der Holdout andauert, ist Gonzalez' Verfügbarkeit zu Saisonbeginn ein Risikofaktor – Fantasy-Manager in Redraft Ligen, welche die Patriots im Auge haben, sollten die Situation bis zum 24. Juli genau beobachten.