Wissen/Fantasy-Grundlagen

Was ist ADP (Average Draft Position) im Fantasy Football?

Kurz erklärt

ADP steht für „Average Draft Position" – die durchschnittliche Position, an der ein Spieler in Fantasy-Drafts gepickt wird. Sie zeigt dir, in welcher Runde ein Spieler realistisch verfügbar ist, und hilft dir, Über- und Unterbewertungen zu erkennen.

In der Draft-Vorbereitung begegnen dir überall drei Buchstaben: ADP. Wer sie versteht, geht viel entspannter in seinen Draft – weil er ungefähr weiß, wann welcher Spieler vom Board geht.

Was ADP bedeutet

ADP steht für Average Draft Position, also die durchschnittliche Draft-Position eines Spielers über sehr viele Drafts hinweg. Hat ein Spieler eine ADP von 15, wurde er im Schnitt als 15. Spieler ausgewählt – in einer 12-Team-Liga also etwa am Ende der zweiten Runde.

Wofür du ADP brauchst

Die ADP ist dein Fahrplan für den Draft. Sie sagt dir dreierlei: wann ein Wunschspieler ungefähr weg ist, welche Spieler in deiner Runde realistisch verfügbar sind, und ob ein Spieler gerade über- oder unterbewertet wird.

Value und Reach – die zwei wichtigen Begriffe

Fällt ein Spieler im Draft unter seine ADP, bekommst du einen Value – du pickst ihn günstiger, als er „kosten" sollte. Greifst du dagegen deutlich früher zu als nötig, ist das ein Reach. Gute Drafter sammeln Values und vermeiden unnötige Reaches.

Achtung: ADP ist ein Durchschnitt, keine Regel

Die ADP unterscheidet sich je nach Plattform (z.B. Sleeper, ESPN, Underdog) und je nach Scoring-Format. In PPR-Ligen steigen zum Beispiel pass-starke Receiver in der ADP, in Standard-Ligen fallen sie. Nutze deshalb immer die ADP der Plattform und des Formats, in dem du wirklich spielst.

Ein Beispiel aus dem Draft

Du sitzt an Pick 24 und willst einen Spieler mit einer ADP von 20. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er vorher weg ist – also musst du entweder früher zugreifen oder dir vorab eine gleichwertige Alternative für diese Runde zurechtlegen. Genau dafür ist die ADP da: Sie nimmt dir das Rätselraten.